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Bad Düben Münster, Meier, Mieth - nichts geht mehr
Region Bad Düben Münster, Meier, Mieth - nichts geht mehr
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14:41 19.05.2015
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Bad Düben

Drei Kandidaten treten an: Amtsinhaberin Astrid Münster (FWG), Adina Meier, die für die FDP ins Rennen geht, und Mathias Mieth (Bürgerkreis). Am Dienstagabend entscheidet der Wahlausschuss über deren Zulassung.

Anfangs sah es so aus, als hätten die Bad Dübener gar keine richtige Wahl. Denn lange Zeit war Astrid Münster die einzige, die ins Rathaus einziehen wollte. Sie gab ihre Kandidatur bereits im November bekannt. Erst nach einem gescheiterten Versuch von CDU, SPD, FDP und Bürgerkreis, sich auf wenigstens einen Gegenkandidaten zu verständigen, zauberte die FDP plötzlich Adina Meier und vorige Woche der Bürgerkreis Mathias Mieth aus dem Hut. Der musste allerdings noch 60 Unterstützer-Unterschriften vorweisen, worauf das Rathaus vorigen Sonnabend öffnete (wir berichteten). Nach Informationen dieser Zeitung waren bereits am Freitag 52 Unterschriften und insgesamt über 100 am Samstag zusammengekommen, die jetzt noch geprüft werden müssen. Heute Abend wird dann der Wahlausschuss offiziell bekanntgeben, dass die drei Kandidaten für die Wahl zugelassen sind, sollte nichts Unvorhergesehenes dazwischen kommen.

Die Bewerber um Bad Dübens höchstes Amt haben indes klare Ziele vor Augen, was sie für die Stadt erreichen wollen. Astrid Münster kämpft für einen S-Bahn-Anschluss in Richtung Leipzig, will die Stadt für junge Familien attraktiv machen und hat dabei das große Themenfeld Bildung auf dem Schirm. Am Erhalt der drei Stadtteilfeuerwehren will sie festhalten. "Wir brauchen unsere drei Wehren dringend. Die drei Standorte haben einen Sinn für die Sicherheit der Menschen." Zudem wolle sie sich für Handel und Gewerbe stark machen und die Innenstadtinitiative unter ihrer Federführung weiter beleben, damit das Einkaufen in Bad Düben zum Erlebnis wird und der Handel profitiert. Was den Verkehr angeht, unterstützt sie Forderungen nach Ortsumgehungen für Bad Düben und Wellaune, so die studierte Juristin, die seit sieben Jahren Bürgermeisterin der Stadt ist.

Adina Meier hat derweil Familien, die Bildungspolitik, den Handel und Verkehr im Fokus. "Wenn wir nicht endlich dafür sorgen, dass sich junge Familien in Bad Düben ansiedeln, stirbt die Stadt irgendwann aus." Dieses Problem müsse die Stadt "aktiv angehen". Das Ziel der Unternehmerin ist es, die Kleinstadt attraktiver für Familien zu gestalten. Bezahlbare Freizeitmöglichkeiten müssten her. Und Bad Düben brauche eine weiterführende Schule in freier Trägerschaft mit gymnasialem Charakter. Auch sie favorisiert eine Entlastung der Stadt vom Schwerlastverkehr, erachtet eine Ortsumfahrung für Wellaune als notwendig und will sich insgesamt für eine bessere Vermarktung der Kurstadt ins Zeug legen, ebenso was den Bereich Energiesparstadt angeht. Den Gewerbeverein will die gelernte Krankenschwester mehr in politische Entscheidungen einbeziehen und für eine gute und funktionierende Zusammenarbeit der Feuerwehren sorgen.

Mathias Mieth, der Dritte im Bunde, möchte den Leuten wieder Gehör im Rathaus verschaffen, sie mitnehmen und an Entscheidungen teilhaben lassen. "Die Kommunikation muss sich verbessern." Und Misstöne sollten schnell wieder verhallen, sobald sie aufkommen, sagte er mit Blick auf die Feuerwehr und den Gewerbeverein. Den Handel in der Stadt stärken, den Schülerverkehr optimieren, die Stadtteile stärker berücksichtigen und für Familien politische Rahmenbedingungen schaffen, damit die jungen Leute am Ort bleiben, sind seine Schwerpunkte. Zudem der Kur- und Tourismus-Bereich, "damit steht und fällt alles", so der Schnaditzer, der als Schweißingenieur arbeitet.

Die Qual der Wahl haben die Dübener am 16. März. Bis dahin wollen sich die Kandidaten auf Veranstaltungen dem Wahlvolk präsentieren. Gelegenheit, sie näher kennenzulernen, haben die Leser der Leipziger Volkszeitung am Mittwoch, dem 12. März. Dann findet ab 19 Uhr ein öffentliches Wahlforum in der Mehrzweckhalle am Kirchplatz in Bad Düben statt, auf dem sich die drei Kandidaten den Fragen der LVZ-Redakteure stellen werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.02.2014
Von Nico Fliegner

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