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Museumsdorf: Gebäudesanierung beginnt 2014

Museumsdorf: Gebäudesanierung beginnt 2014

An einem der wichtigsten touristischen Aushängeschilder Stadt Bad Düben werden sich im kommenden Jahr die Bauarbeiter die Klinke in die Hand geben. Gemeint ist das marode Gebäude der alten Ölmühle auf dem Museumsdorfgelände im Norden der Stadt.

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Astrid Münster, Michael Feist und Katharina Scharr, die Vorsitzende des Museumsdorfvereins (von links), mit dem Fördermittelbescheid.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Das soll bis 2016 im Innen- und Außenbereich saniert werden. Gestern übergab Michael Feist, Vizepräsident der Landesdirektion Leipzig, offiziell den Fördermittelbescheid an Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG).

Von Nico Fliegner

Es war eine schwierige Geburt, zweifelsohne. Aber eine, die nunmehr geglückt ist. Denn seit Jahren basteln Stadt und Verein Museumsdorf Dübener Heide an dem Sanierungsprojekt des wohl letzten Gebäudes auf dem Obermühlen-Gelände, an dem der Zahn der Zeit mächtig genagt hat. Ursprünglich war mal im Gespräch, das Naturparkhaus dort einzurichten. Doch dieser Standort, der seinerzeit neben weiteren intensiv geprüft wurde, fiel letztlich durchs Raster. Und so reifte im Verein die Idee der Schauwerkstätten, die künftig in der alten Ölmühle ein weiterer Anziehungspunkt werden sollen.

"Sowohl der Verein als auch die Stadt Bad Düben sind erfreut, dass das aufwendige und schwierige Antragsverfahren nun zum Erfolg geführt hat", sagte gestern Bürgermeisterin Astrid Münster. Denn die Fördermittelanträge mussten zuletzt öfter überarbeitet und neu eingereicht werden - das kostete Zeit, sollte doch die Sanierung längst begonnen haben. "Insbesondere den zuständigen Mitarbeitern unter Leitung von Frau Dr. Mallast für die Landesdirektion und Frau Schladitz für den Landkreis Nordsachsen gilt unser besonderer Dank bei der fachlichen Unterstützung im Antragsverfahren", so die Stadtchefin weiter.

Das Gesamtvolumen des Vorhabens beläuft sich auf 1 075 541 Euro und beinhaltet neben den Schauwerkstätten mit Gesamtkosten in Höhe von zirka 960 000 Euro die Errichtung einer Hausmeisterwohnung mit Kosten von etwa 141 000 Euro, die aber privat finanziert wird. Der Fördermittelbescheid umfasst demnach ausschließlich die Errichtung der Schauwerkstätten. Die Fördermittel betragen dabei zirka 745 000 Euro. Die Stadt Bad Düben trägt einen Eigenanteil in Höhe von 215 000 Euro.

"Mir ist es eine besondere Freude, weil mit der heutigen Übergabe der Fördermittel ein sechs Jahre dauernder Prozess zum Abschluss gekommen ist. Sobald das Ensemble an der Obermühle fertiggestellt ist, freue ich mich auf einen Besuch dort", erklärte Michael Feist.

Wie gestern bekannt wurde, wird die Auszahlung der Fördermittel in vier Jahresscheiben von 2013 bis 2016 erfolgen. In diesem Jahr stehen noch 25 000 Euro für Planungskosten zur Verfügung, 2014 beginnen dann die Arbeiten an der Außenhülle (130 600 Euro), 2015 fließen 673 450 Euro in den Innenausbau und 2016 noch einmal 130 466 Euro - dann soll alles fertig sein.

Im historischen Mühlenensemble werden eine alte Druckerei, ein Eisenhammer mit Schmiede, eine Seifenmanufaktur, eine Ölmühle, eine Seilereiwerkstatt, eine Sonderausstellung zur regionalen Mühlengeschichte sowie Darstellungen des Korbmacher-, Besenbinder- und Schindelmacherhandwerks entstehen.

"Damit ist Bad Düben gut gerüstet für die Wiederholungsprädikatisierung zur Kurstadt, die in den nächsten beiden Jahren ansteht, und macht sich gleichzeitig das schönste Geburtstagsgeschenk zum 100-jährigen Bestehen der Kureinrichtungen im Jahr 2015", so Bürgermeisterin Münster. Schon jetzt besuchen etwa 15 000 bis 18 000 Gäste jährlich das Museumsdorf.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.11.2013
Nico Fliegner

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