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NVA-Brachen: Bad Düben hat kaum noch Chancen auf Fördermillionen

Abriss NVA-Brachen: Bad Düben hat kaum noch Chancen auf Fördermillionen

Zittau nimmt die Fördermillionen aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ nicht, Bad Düben bekommt sie aber auch nicht automatisch. Die Hoffnung, doch noch Zuschüsse für den Umbau des Ostens der Stadt zu bekommen, ist auf ein Minimum gesunken. Aufgeben will die Kurstadt aber noch nicht.

Blick auf das Gelände mit den ehemaligen NVA-Blöcken.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Die Anzeichen hatten sich in den letzten Wochen verdichtet, nun ist es amtlich: Zittau verzichtet auf 3,88 Millionen Euro Fördergelder, die eigentlich in die Wiederbelebung der Mandaukaserne fließen sollten. Laut einem Bericht der Sächsischen Zeitung würden unter anderem die vom Eigentümer des denkmalgeschützten Gebäudes eingereichten Unterlagen einer Prüfung des Bundes nicht standhalten.

Abriss der NVA-Blöcke

Des einen Leid hätte des anderen Freude sein können, in diesem Fall die von Bad Düben. Denn die Kurstadt hatte schon sehnsüchtig darauf gehofft, vom großen Kuchen des vom Bundesumweltministerium für dieses Jahr aufgelegten Förderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ doch ein Stück für den Komplett-Umbau des Ostens der Stadt abzubekommen. Mit ehrgeizigen Plänen, mit dem 4,7 Millionen-Euro-Projekt „Integral Städtebegegnung Dübener Heide“ das Gelände rund um die leer stehenden NVA-Wohnblocks zu Abenteuerspielplatz, Theater, Skaterbahn und Jugendklub umzubauen sowie Turnhalle und Sportplatz zu sanieren, war Bad Düben ins Bewerbungsrennen gegangen, erntete für den qualifizierten Vorschlag auch viel Lob – wurde aber nicht berücksichtigt.

Düben kämpft weiter

Als Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) von der im Stadtrat der Großen Kreisstadt getroffenen knappen Entscheidung hörte, habe sie spontan gedacht, dass die negative Nachricht für Zittau, die sich als einzige sächsische Stadt durchsetzen konnte, eine „gute für uns ist. Denn wir wären bereit“. Doch der schnellstens geknüpfte Kontakt mit dem Wirtschaftsministerium ließ die Hoffnung schnell wieder schwinden. Die Signale sind eindeutig: Die Gelder wandern wieder zurück in den großen Topf, werden, ähnlich wie beim Förderprogramm, das beim Heidebad greift, für Mehrbedarfsforderungen für genehmigte Projekte verwendet.

Bevor es nicht ein endgültiges Nein gibt, wird Bad Düben die Hoffnung noch nicht aufgeben, so Münster. Die Stadt habe die Bundestagsabgeordneten um Mithilfe gebeten, nochmals Kontakt mit dem Sächsischen Innenministerium, das für die Städtebau-Förderung zuständig ist, aufgenommen. „Wir werden auch nochmal auf den Bund zugehen“, zeigt sich die Bürgermeisterin kämpferisch.

Brachenvitalisierungs-Programm

Sollte die 90-prozentige Förderung nicht kommen, so hatte es auch der Stadtrat signalisiert, sollen Mittel aus dem Brachenvitalisierungs-Programm genutzt werden, um die alten NVA-Blöcke abzureißen. Dies sei aber bei weitem nicht so komfortabel ausgestattet. Am Ziel, die Brachen zu beräumen, hält die Stadt aber weiter fest.

Von Kathrin Kabelitz

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