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Bad Düben NVA-Brachen am alten Gymnasium: Bad Düben kommt mit dem Abriss nicht voran
Region Bad Düben NVA-Brachen am alten Gymnasium: Bad Düben kommt mit dem Abriss nicht voran
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18:55 01.09.2016
Im Vordergrund sind zwei der insgesamt fünf Blöcke in der Durchwehnaer Straße zu sehen, für die der Abrissbagger anrollen soll. Quelle: Foto: Steffen Brost
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Bad Düben

Der geplante Abriss auf dem ehemaligen NVA-Gelände in der Durchwehnaer Straße in Bad Düben geht nun doch nicht so schnell wie gedacht über die Bühne. Dennoch hält die Stadt an ihren Plänen fest, hier insgesamt fünf Blöcke, die ehemalige Küche und den Med-Punkt abzureißen.„Als Voraussetzung für die Abriss-Fördermittel müssen wir aber nun ein Brachflächenkonzept für die gesamte Stadt erstellen“, so Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Dieses würde drei weitere, aber wesentlich kleinere Standorte mit umfassen.

Brachflächenkonzept auf der Zielgeraden

Da jeweils auch zuvor mit den Eigentümern Abstimmungen erfolgen müssten, gehe das nicht so schnell. Dennoch, so die Bürgermeisterin weiter, befänden sich diese Arbeiten auf der Zielgeraden. Erst auf Grundlage dieses Brachflächenkonzeptes könnte dann die 90-prozentige Förderung beantragt werden. „In diesem Jahr“, so stellt Münster klar, „passiert damit hier definitiv nichts mehr.“ Ideen, was die Stadt danach auf dem insgesamt 53 000 Quadratmeter großen Areal entwickeln will, gibt es. Diese seien aber noch nicht spruchreif. Nur so viel verrät die Stadt-Chefin vorab: „Es handelt sich nicht um eine Wohnbebauung, sondern es geht mehr in Richtung Stadtbegegnung/Kultur.“

Stadt hat andere Schwerpunkt-Aufgaben

Astrid Münster sieht die momentanen Schwerpunkte der Rathausarbeit aber gar nicht im Osten der Kurstadt. „Wir haben“, so gesteht sie ein, „nämlich schon so mit den beiden 2017 und 2018 zu realisierenden Großprojekten NaturSportBad und Hortneubau mehr als genug zu tun.“ So sei es beispielsweise ein sehr sportliches Ziel, für den geplanten Hortbau mit 247 Plätzen bis zum 28. Februar alle für den Fördermittelantrag benötigten Unterlagen zusammen zu bekommen. „Da der Schwellenwert von 209 000 Euro für die Architekturleistung überschritten wird, müssen wir jetzt schon diese Leistung europaweit ausschreiben.“ Damit heißt es für die Stadt nicht nur mehr Zeit einzuplanen, sondern auch, dass sie in den nächsten Wochen und vor dem Fördermittelantrag viel konzeptionelle Vorarbeit zu leisten hat.

Gebäude stehen seit der Wende leer

An der Durchwehnaer Straße wird sich damit also so schnell nichts tun. Im September 2015 hatte die Stadt das rund 53 000 Quadratmeter umfassende Areal mit zwei Grundstücken der darauf befindlichen Gebäude zum Preis von 140 000 Euro gekauft. Die seit der Wende leer stehenden Gebäude, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Ex-Gymnasiums befinden, das 2017 zum modernen Evangelischen Schulzentrum umgebaut werden soll, sorgten immer wieder für Schlagzeilen und Aufmerksamkeit. Zum einen wegen Vandalismus und Verfall, zum anderen wegen der Besitz-Verhältnisse und geplanter möglicher Nutzungen. Zuletzt war eine Schweizer Firma Besitzer, die in Konkurs ging, Gläubiger und Banken hatten einen Anwalt aus Hamburg dann mit dem Verkauf beauftragt.

Von Ilka Fischer

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