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Nachdenkliche Töne beim Dübener Neujahrsempfang

Nachdenkliche Töne beim Dübener Neujahrsempfang

Die Welt scheint aus den Fugen geraten und dies macht vor Bad Düben nicht Halt. Beim Neujahrsempfang im Heide Spa am Mittwoch waren es Schlagworte wie Krieg, Terror, Ebola, die dem Abend einen eher nachdenklichen Anstrich gaben.

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Rund 160 Gäste konnte Bürgermeisterin Astrid Münster am Mittwoch im Heide Spa zum Neujahrsempfang begrüßen.

Quelle: Wolfgang Sens

Bad Düben. "Was ist bloß los in dieser Welt?", fragte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG). Die Kurstadt liegt mitten in Nordsachsen und damit geografisch weit weg von Krisenherden wie Syrien, Gaza, Eritrea, Ost-Ukraine, Krim. Doch im Bewusstsein der Menschen sind die Geschehnisse nah und kommen mit Fakten wie der Unterbringung von Flüchtlingen ganz nah. 25 Asylbewerber sind bereits da: "Ich freue mich über die ersten Zeichen des Willkommens", so Münster. Mit Blick auf weitere 60 regte sie die Bildung eines ehrenamtlich arbeitenden Integrations- und Immigrationsrates an, der das Sich-Kennenlernen koordiniert, die Probleme der Neuen, aber auch der eigenen Bürger aufnehme, um die Basis für ein gutes und respektvolles Zusammenleben zu gestalten. "Es wird unser aller Anstrengungen bedürfen, die Menschen hier gut unterzubringen und ihnen eine Perspektive zu vermitteln." Münster warnte vor Fehlern, die in den 1990er-Jahren gemacht wurden, als bei der Ankunft der Jugoslawien-Flüchtlinge davon ausgegangen wurde, "dass diese nur kurzfristig bleiben".

Der Blick auf 2015 offenbare vieles, das angepackt werden müsse, sagte die Stadtchefin: "Und dieses ist ambitioniert und recht teuer." Die Basis dafür bilden die gute wirtschaftliche Entwicklung und die Haushaltskonsolidierung der letzten Jahre. "Wir werden mit einem deutlichen Plus das Jahr 2014 beenden. Auf der Haben-Seite und damit für Investitionen frei stehen 1,3 Millionen Euro. Das ist unser, das ist Ihr Verdienst." Froh sei sie zudem, dass das von Schadholz-Problemen gebeutelte Schauwerkstätten-Projekt in der alten Ölmühle an der Obermühle weiter verfolgt werde: "Mit dem Verein, der Landesdirektion und dem Kreis haben wir eine Lösung gefunden. Die Schauwerkstätten werden trotzdem und jetzt erst recht gebaut."

Da muss es zusätzlich gut tun, wenn ein Landrat Bad Düben als Glücksfall für die Region und den Landkreis bezeichnet. So nannte Michael Czupalla (CDU) mittelständische Unternehmen, starke Medizin und das Ehrenamt als Beispiele. Und das Moor, mit dem Bad Düben einst die Grundlage für den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt legte: "Wir freuen uns auf den 100. Jahrestag des Moorbades, der am 15. Juli gefeiert wird." Für Hausherr Reiner Heun war es die voraussichtlich vorletzte Neujahrsrede seiner dann 18-jährigen Amtszeit als Kurdirektor, die 2016 endet. Hotel und Bad bescheinigte er eine positive Bilanz. In den nächsten Wochen werde der 3,75-millionste Gast erwartet. "Die Besucher nehmen ein positives Bild von Bad Düben mit nach Hause", so Heun.

Der guten Tradition folgend, gab es Ehrungen. Diesmal für Alexander König und Bernd Wehde für 60 und 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Harald Paak (CDU) und Andreas Flad (Die Linke) sowie Werner Wartenburger (SPD) und Jürgen Findeisen (CDU), die seit 25 beziehungsweise 20 Jahren im Stadtrat mitarbeiten, wurde ebenso gedankt. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte Harald Schmich, neuer Leiter des Polizeireviers Eilenburg - seinen letzten dagegen Bernd Klose, seit 1. Januar im Ruhestand.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.01.2015
Von Kathrin Kabelitz

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