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Nadelgehölze können in Bad Düben ohne Genehmigung gefällt werden

Neue Regeln Nadelgehölze können in Bad Düben ohne Genehmigung gefällt werden

Die Birke auf dem Grundstück, die Tanne im Garten: Die neue, ab 1. März geltende Baumschutzatzung für die Stadt Bad Düben regelt, dass die beiden Baumarten gefällt werden dürfen. Was es dabei zu beachten gilt – LVZ.de erklärt die wichtigsten Änderungen.

Auf bebauten Grundstücken können in Bad Düben unter anderem Birken problemlos abgeholzt werden.

Quelle: Andreas Döring

Bad Düben. In der Stadt Bad Düben gilt ab 1. März eine neue Baumschutzsatzung. „Inhaltlich“, hebt die zuständige Amtsleiterin Heike Dietzsch hervor, „ändert sich nichts Wesentliches.“ Doch damit seien nun alle landes- und bundesweit übergeordneten Gesetze in diesem Bereich auf dem neuesten Stand in einer Satzung zusammengefasst.

Dennoch ist auch die neunseitige Satzung nicht unbedingt leicht verdauliche Kost. Was erlaubt ist und was nicht, dazu hat die LVZ deshalb mit der zuständigen Sachbearbeiterin im Bad Dübener Rathaus, Bärbel Küster, die Baumschutzsatzung durchforstet.

Danach gilt generell, dass das Fällen und das starke Zurückschneiden von Bäumen, Hecken, Gebüsch und anderen Gehölzen nur zwischen dem 1. Oktober und 28./29. Februar erfolgen darf. Und auch dann darf der Normalbürger natürlich nicht einfach nach Lust und Laune Axt und Schere ansetzen. Doch was ist ihm in der kalten Jahreszeit auf dem eigenen Grundstück oder in seinem Garten erlaubt?

In Kleingärten: Hier dürfen alle Bäume und Hecken mit Ausnahme von Alleen und einseitigen Baumreihen gefällt, gerodet beziehungsweise auch stark zurückgeschnitten werden.

Auf bebauten Grundstücken: Hier dürfen, mit Ausnahme von Alleen und einseitigen Baumreihen, Obstbäume, Nadelhölzer, Pappeln, Birken, Baumweiden und abgestorbene Bäume entfernt werden. An alle anderen Baumarten darf die Axt angelegt werden, wenn der Stammumfang in einer Stammhöhe von einem Meter noch weniger als 100 Zentimeter beträgt. Bei Sträuchern darf keine Hand mehr angelegt werden, so bald sie 1,50 Meter Höhe über dem Erdboden erreicht haben.

Wachsen die Bäume aber weder in einem Kleingarten noch auf einem bebauten Grundstück (zum Beispiel braches Bauland), dann stehen die Bäume bereits ab einem Stammumfang von 30 Zentimetern, gemessen in einem Meter Höhe, unter dem Schutz der Satzung. Bei Sträuchern ist die Grenze mit der auf bebauten Grundstücken identisch. Damit stehen auch hier alle Gewächse, die bereits 1,50 Meter aus der Erde ragen, unter besonderem Schutz.

„Sollen oder müssen dennoch solche Bäume und Sträucher weg, dann kann bei uns ein Antrag gestellt werden“, so Bärbel Küster. Seitdem Sachsen vor rund fünf Jahren den Schutz der Nadelgehölze lockerte, sei die Zahl der beantragten Baumfällungen insgesamt aber stark zurückgegangen. „Trotzdem sind es pro Jahr noch um die zehn Genehmigungen, die bei uns insbesondere von Bauwilligen im Rathaus beantragt werden.“ Das einseitige Formular „Antrag auf Baumfallgenehmigung“ gibt es im Rathaus, steht aber auch auf der städtischen Homepage.

Die Genehmigung gilt im Übrigen als erteilt, wenn die Stadt den Antrag nicht innerhalb von drei Wochen unter der Angabe von Gründen ablehnt oder aber zumindest eine Fristverlängerung begründet. Für die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung fallen bei bis zu drei Bäumen übrigens 15 Euro, ab dem vierten Baum 50 Euro Verwaltungskosten an. Ohne eine Genehmigung zu fällen, ist keine gute Idee. Denn dass dies als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 50 000 Euro geahndet werden kann, auch das ist in der Satzung geregelt. Bisher, so erläutert Bärbel Küster, mussten aber nur sehr vereinzelt und in der Höhe sehr geringe Bußgelder verhängt werden.

Von Ilka Fischer

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