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Bad Düben Naturparkfest: Musikalischer Auftakt mit etlichen Überraschungen
Region Bad Düben Naturparkfest: Musikalischer Auftakt mit etlichen Überraschungen
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05:00 05.05.2014
Viel zu tun gibt es für Köhlerliesel Swetlana Ebert. Hier schwärzt sie dem Bad Dübener Bernd Clausnitzer die Wange für ein glückliches Leben. Quelle: Steffen Brost
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Durchwehna

"Das sind die vorfristigen Eisheiligen. Dafür wird es zeitig Sommer", mutmaßte Enrico Schilling vom Heideverein, der später mit seiner Band The Dreps auftrat. Zu Beginn spielten die Musiker des Bundespolizeiorchesters Berlin bei frischen neun Grad auf. Denn seit 2007 eröffnen die musizierenden Polizisten das Fest.

Naturparkleiter Thomas Klepel überraschte in der Pause die beiden Organisatoren seitens der Polizei. Einst von Norbert Kessler initiiert, zieht jetzt sein Nachfolger Michael Marx die Strippen. Als Dank für die Unterstützung bekamen Marx und Kessler zwei hölzerne Wanderstöcke überreicht. "Das ist eine echte Überraschung. Den werde ich bei Touren in die Dübener Heide mitnehmen", sagte Marx.

Durchwehna. Es war ein Fest der Überraschungen. Zum 21. Mal lud der Verein Dübener Heide zum Naturparkfest an die Friedrichshütte. Die Besucher kamen in Scharen, auch wenn Petrus einen Hauch von Kälte schickte.

Überraschung Nummer zwei folgte auf dem Fuß. Orchesterchef Peter Lesser holte sich Bernd Clausnitzer auf die Bühne. Gemeinsam mit den Polizisten blies er beim Titel "Böhmischer Traum" kräftig in sein Flügelhorn. Für den Kurstädter ging damit ein Traum in Erfüllung. "Ich spiele seit 50 Jahren. Angefangen hat das in meiner Heimat, dem Erzgebirge. Jetzt musiziere ich bei den Presseler Fichtbergmusikanten. Vor einiger Zeit hatte ich mal den Wunsch geäußert, mitspielen zu dürfen. Dass das heute promt erfüllt wurde, freut mich sehr."

Die Plätze auf dem Freisitz waren schnell gefüllt. Für Naturparkleiter Klepel ist das Fest der offizielle Start der Naturparkregion in den Frühling. "Wir präsentieren hier ein Stück Heimat. Eine Vielzahl von Händlern sind wieder mit dabei", so Klepel. Hobbyimker Franz Gottwald aus Döbernitz beispielsweise. Mit kleinen Anekdoten und viel Imkerlatein unterhielt er und gab auch das eine oder andere Rezept weiter. Ihre gehäkelten Handpuppen waren besonders gefragt. Denn Heideklöpplerin Edelgard Sängerlaub aus Krostitz arbeitet als Erzieherin. Ihre Puppen helfen ihr beim Job. Für Aufsehen sorgten indes Rolf Rennert und Günter Obst. Beide hatten ihre Mini-Heißluftballone mitgebracht. Für einen Start blies der Wind jedoch zu stark. Doch beide Experten waren geduldige Gesprächspartner. "Mit meinem Ballon mache ich Fotos von oben, habe schon Aufnahmen aus Bad Düben zu einem Kalender verarbeitet", so Obst.

Bis zum späten Nachmittag strömten die Besucher an die Friedrichshütte und erlebten in gemütlicher Biergartenatmosphäre ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm mit Tanzeinlagen der Sportgruppe Glaucha/Hohenprießnitz, dem Chor der Arbeiterwohlfahrt Bad Düben und Darbietungen der Eilenburger Tierschule Telligmann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.05.2014

Von Steffen Brost

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