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Naturparkfest lockt Hunderte Besucher an die Friedrichshütte

Dübener Heide Naturparkfest lockt Hunderte Besucher an die Friedrichshütte

Musik aus Trompeten und Klarinetten, dazu ein frisch gezapftes Bier und Sonnenschein – so lässt es sich prima in den Mai feiern. An der Friedrichshütte in Durchwehna hat der Verein Dübener Heide am Sonntag die Freiluftsaison eröffnet. Das Naturparkfest ging über die Bühne.

Die Mädchen der Tanzgruppe Glaucha/Hohenprießnitz zeigen ihr Können vor den Besuchern des Naturparkfestes.

Quelle: Nico Fliegner

Durchwehna. Musik aus Trompeten und Klarinetten, dazu ein frisch gezapftes Bier und Sonnenschein – so lässt es sich prima in den Mai feiern. An der Friedrichshütte in Durchwehna hat der Verein Dübener Heide am Sonntag die Freiluftsaison eröffnet. Das Naturparkfest ging über die Bühne. Und auf dieser wurde allerlei dargeboten, das vor allem beim älteren Publikum gut ankam.

Ein Garant für volle Stühle und Sitzbänke sind dabei stets die Musiker des Bundespolizeiorchesters aus Berlin. Sie machten auch diesmal den Auftakt und stimmten die Freunde traditioneller Blasmusik auf den Mai-Sonntag ein – zur Freude auch von Axel Mitzka, dem Vorsitzenden des Vereins Dübener Heide, dessen Blick bereits am Vormittag zufrieden durchs Publikum schweift.

Tanzgruppe Glaucha/Hohenprießnitz in Aktion

Einen zufriedenen Eindruck machte auch der nordsächsische Landtagsabgeordnete Volker Tiefensee (CDU). Er hat gerade eine Heide-Aktie im Wert von 100 Euro erworben, will damit die Naturparkregion und die Arbeit des Heidevereins unterstützen. „Es ist Frühling, das Wetter passt und ich bin gern in der Natur unterwegs. Da gehört das Fest schon seit vielen Jahren dazu“, erzählte er. Imker Franz Gottwald aus Delitzsch, der neben Honig und Bienenwachskerzen auch süffigen Met im Angebot hat, sah das ähnlich. „Ein ganz tolles Fest. Die Atmosphäre ist schön, das Gesamtbild stimmt. Die Vielfalt macht es am Ende aus“, so der 72-Jährige, der über 40 000 Bienen hat.

Für Vielfalt und Abwechslung sorgten die Tanzgruppe aus Glaucha/Hohenprießnitz, die in ihren glitzernden Kostümen auftraten, die Kapelle Krach sowie der Dübener Spätaussiedler-Chor Radost und der Männergesangsverein Concordia aus Authausen, den es inzwischen seit 130 Jahren gibt. Ein Solo bot Heidetrompeter Karl aus Pressel. Zudem zeigte die Jugendfeuerwehr Kossa/Durchwehna ihr Können und ließ Wasserfontänen gen Himmel steigen. Wehrleiter Lars Friedel nutze gleich die Gelegenheit für Werbung in eigener Sache. Denn die Jugendgruppe kann Nachwuchs vertragen – alle 14 Tage montags treffen sich die Jungen und Mädchen. Wer will, könne einfach mal vorbeischauen, sagte er.

Heidemarkt lockt Besucher

Zum Stöbern und Probieren lud indes ein Heidemarkt ein. Korbmacher Werner Heßler aus Bad Düben bot seine Waren links und rechts am Wegesrand feil und zeigte auch, wie ein Korb geflochten wird. Kuriose Teesorten hatte Klaus Wirtz vom gleichnamigen Teehaus aus Prettin im Angebot: „Wölfchentee“ oder „Wildkatzentee“ gab es bei ihm – allesamt regionale Mischungen und kreiert in Anlehnung an die mögliche Wiederansiedlung der Wildkatze und des Wolfes. Letzterer beschäftigte die Besucher vor allem Stand des Naturparkbüros. Dort wurde den Mitarbeitern immer wieder die Frage gestellt, ob der Wolf denn inzwischen heimisch in der Dübener Heide sei oder nicht. Eine Antwort gab es auch: Bis jetzt nicht, Wölfe würden zwar hin und wieder gesichtet wie zuletzt in Krina, aber es handele sich um sogenannte Durchzügler, erklärte Vereinschef Mitzka. Einen Nachweis gebe es nicht. Doch möglich sei es, dass Wölfe die Dübener Heide als ihren dauerhaften Lebensraum entdeckten.

Und wer sich dann mit deftiger Erbsensuppe gestärkt hat, vielleicht eine Kremserfahrt unternahm oder seine Kinder auf Ponys reiten ließ, hatte ein paar kurzweilige Stunden an der frischen Frühlingsluft im Heidewald. Naturparkleiter Thomas Klepel zog am Montag ein positives Fazit: „Ein Dank auch an unsere engagierten Partner, die ein tolles Programm gestaltet haben.“ Am Ende zählte der Verein Dübener Heide rund 750 Besucher.

Von Nico Fliegner

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