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Bad Düben Neue Ausstellung in Bad Düben zeigt Luftaufnahmen
Region Bad Düben Neue Ausstellung in Bad Düben zeigt Luftaufnahmen
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00:19 13.07.2017
Im Hof des Naturparkhauses führt Günter Obst seinen Modellballon vor. Quelle: Foto: Heike Nyari
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Bad Düben

Seit Bestehen des Bad Dübener Naturparkhauses konnten die Gäste schon sehr viele verschiedene Ausstellungen bewundern. Aber das Aufrüsten und den Aufstieg eines Ballons vom Innenhof des Anwesens aus hat wohl noch niemand beobachten können. Günter Obst aus Bad Schmiedeberg nutzt seit einigen Jahren derart Gefährt, um aus sogenannter „halber Höhe“ zu fotografieren. Was dabei herauskommt, kann sich wirklich sehen lassen und ziert derzeit die Wände des Naturparkhauses. Am vergangenen Freitag eröffnete der anhaltische Kurstädter im Beisein zahlreicher Gäste eine Fotoausstellung mit Bildern der Region. Sie zeigen Landschaften der Dübener Heide, Luftaufnahmen von Städten und Dörfern sowie Sehenswürdigkeiten und bekannte Ausflugsziele.

Kurviertel von oben

Wundervolle Motive seiner Heimatstadt sind das attraktive Kurviertel von Bad Schmiedeberg, der Rosengarten im Kurpark und die Stadtkirche. Von der Kurstadt Bad Düben kann der Betrachter die Burg Düben, das Heide Spa, die Muldebrücke und den Paradeplatz von oben sehen. Aus ungewohnter Perspektive blickt man in der Ausstellung auch auf die Schlösser Pretzsch, Schnaditz und Reinharz sowie auf die Heideseen bei Bergwitz und Dahlenberg.

Günter Obst mit einem Kalenderblatt, das die Dübener Burg von oben zeigt. Quelle: Heike Nyari

Doch wie kommt man eigentlich auf diese Idee? „Bei einem Foto aus der Ebene verschwindet der Hintergrund oft hinter dem Motiv und so fehlt die räumliche Tiefe“, weiß Günter Obst. Schon ein etwas erhöhter Standort, zum Beispiel von einem Hügel aus, biete eine andere Sicht. Es gab seinerseits auch Versuche, mit einer Feuerwehr-Drehleiter das Schloss Pretzsch von oben abzulichten und selbst einen Ultraleichtflug probierte der Fotograf schon aus. Doch nach einer Ballonfahrt machte es „Klick“ und Günter Obst war sich sicher, mit einem Modellballon zukünftig die besten Fotografien dieser Art schießen zu können.

Auch das Wetter muss stimmen

Mit dem Eintritt in den Ruhestand war ab 2009 genügend Zeit und Muße vorhanden, sich dem neuen Hobby zuzuwenden. Er wurde Hobby-Modellballon-Pilot und baute sich ein Gestell, das unter dem Ballonkorb befestigt wird. Darin befindet sich eine Spiegelreflexkamera, die er per Fernsteuerung vom Boden aus bedienen und auslösen kann. Die Möglichkeit, den Fotoapparat 360 Grad drehen zu können, bewirkt eine Unendlichkeit von Motiven. Doch so einfach, wie das Ganze klingt, ist dieses Hobby natürlich nicht. Abgesehen davon, dass man die Ballonfahrt perfekt beherrschen muss, gibt viele behördliche Auflagen. Und das Wetter muss natürlich auch mitspielen.

Hier geht es zur Internetseite des Fotografen.

Von Heike Nyari

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