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Neue Debatte entfacht: Wie viel Feuerwehr kann sich Bad Düben künftig noch leisten?

Neue Debatte entfacht: Wie viel Feuerwehr kann sich Bad Düben künftig noch leisten?

Auf der Sitzung des Hauptausschusses der Stadt BadDüben ist am Dienstagabend eine neue Debatte über die Zukunft der Stadtteilwehren Schnaditz und Tiefensee entfacht worden.

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Bad Düben. Grund sind die Kosten für die Feuerwehr, die dieses Jahr um einen fünfstelligen Betrag teurer ausgefallen sind als geplant. Die Frage, die plötzlich im Raum stand: Wie viel Feuerwehr kann sich BadDüben in Zukunft noch leisten?

Budget überzeichnet - so sieht es derzeit bei der Freiwilligen FeuerwehrBadDüben, die aus den Stadtteilwehren BadDüben, Schnaditz und Tiefensee besteht, aus. Die Stadt muss Geld nachschießen. Über zusätzlich 10 000 Euro hatten die Mitglieder des Hauptausschusses zu befinden. Mehrkosten, die vor allem auf Strom und Gas, Fahrzeugunterhaltung und Lohnkostenerstattung an Betriebe, wenn Kameraden ihren Arbeitsplatz für einen Einsatz verlassen müssen, zurückzuführen sind. Ursprünglich sollten die Feuerwehren, wie Kämmerin Katrin Mosebach erläuterte, mit 130 000 Euro auskommen. So hoch ist das Budget in diesem Jahr gewesen - und doch zu gering, wie sich herausstellte.

„Wir müssen hier auch mal diskutieren, ob wir die drei Wehren in der jetzigen Form noch brauchen", warf Stadtrat Werner Wartenburger (SPD) in den Ring. „Endlos kann das so nicht weitergehen. Vielleicht sollten wir uns mal verständigen, wo in Zukunft Schluss ist. Ich bin für eine starke Wehr", stellte er unmissverständlich klar.

Neu sind Wartenburgers Überlegungen nicht. Exakt vor zwei Jahren veröffentlichte die Stadt ihr damaliges Sparprogramm - einen 16 Punkte umfassenden Plan, der tiefe Einschnitte vorsah. Und laut diesem sollte die Stadtteilwehr Schnaditz geschlossen werden, hatte damals ein Wirtschaftsprüfer vorgeschlagen. Begründung: veraltete Technik, keine Einsatzfähigkeit. Der Aufschrei war groß - Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) und der Ortschaftsrat stärkten daraufhin der kleinen Wehr den Rücken - sie wurde letztlich nicht geschlossen.

Dabei wollte Werner Wartenburger die nunmehr neu aufgeworfene Frage im Zuge steigender Kosten und einer allgemein angespannten Finanzsituation bei nahezu allen Kommunen nicht missverstanden wissen. Er schätze den Einsatz eines jedes einzelnen Kameraden durchaus. Er glaube allerdings nicht, dass es mit der jetzigen Struktur auch in Zukunft „optimal laufen" wird - vor allem finanziell betrachtet, wie er zu bedenken gab. Zudem regte er Anbieterwechsel an, zum Beispiel beim Kostenfaktor Gas.

Knackpunkt sind tatsächlich die steigenden Kosten. Dem gegenüber steht eine zurückgehende Bevölkerung, folglich ist mit sinkenden Steuereinnahmen in den nächsten Jahren zu rechnen. Wie also alles finanzieren? Außerdem wurde am Dienstag auch die Einsatzfähigkeit als Punkt angeführt. Selbst BadDüben habe wochentags „große Probleme", konstatierte Bürgermeisterin Münster. Junges, einsatzfähiges Personal gebe es wiederum in Tiefensee.

Und so wurde noch eine zweite Idee laut, die Stadtrat Jürgen Findeisen (CDU) sinngemäß so formulierte: Warum nicht aus der Stadtteilwehr Schnaditz einen Feuerwehr-Traditionsverein machen und die aktiven Kameraden in BadDüben einbinden? Kopfschütteln bei der Bürgermeisterin: Sie glaubt nicht, dass das funktionieren wird. Die Bindung der Kameraden an ihre jeweilige Ortswehr sei hoch. Stadträtin Andrea Hohmann (FWG) setzt derweil auf die neue Stadtwehrleitung, deren Köpfe die Kameraden Matthias Eichler und Christian Webers sind. Die müssten für Finanzsachen sensibilisiert werden.

Letztlich stimmte der Ausschuss geschlossen der Mehrausgabe in Höhe von 10 000 Euro zu. Das eigentliche Problem, das die Stadt in den nächsten Jahren immer wieder vor Augen geführt bekommen wird, blieb aber ungelöst.

Nico Fliegner

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