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Neue Fluchtwege im Dübener Klinikkomplex

Neue Fluchtwege im Dübener Klinikkomplex

Mediclin öffnet seine Geldbörse für mehr Patientensicherheit am Bad Dübener Klinik- und Rehastandort. In den vergangenen Monaten steckte das Unternehmen rund 1,4 Millionen Euro in drei neue Fluchtwege im Rehabereich.

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Auf der Südseite des Waldkrankenhauses soll bis Ende des Jahres eine neue Rettungstreppe entstehen.

Quelle: Steffen Brost

Schon 2010 begannen die Arbeiten an den Gebäuden mit der Erneuerung der ersten Fluchttreppe im Nordbereich. Die vorhandenen Wendeltreppen waren nach heutigen Brandschutzvorschriften völlig ungeeignet für die Rettung von Patienten. "Wir führen in unseren Häusern regelmäßig sogenannte Brandschauen durch, wo wir mit der Feuerwehr Schwachstellen aufspüren. Die Wendeltreppen waren so einer. Jetzt sind neue breitere Treppen angebaut, die eine schnellere Entfluchtung, auch für bettlägerige Menschen, ermöglicht", erklärte Technik-Chef Michael Klein. Auch der Südbereich in der Rehaklinik ist seit einigen Wochen mit neuen Rettungstreppen ausgestattet.

"Beim Bau der Häuser gab es andere Brandschutzverordnungen. Heute sind diese Rettungswege vorgeschrieben. Wir haben entsprechend gehandelt", ist Cornelia Respa, stellvertretende Kaufmännische Direktorin, zufrieden. Hinzu kam die Erneuerung sämtlicher Brandschutztüren sowie der Einbau einer flächendeckenden Brandmeldeanlage für insgesamt eine Million Euro.

Investiert hat Mediclin auch in die Patientenfreundlichkeit. Aufgrund der sehr guten Auslastung durch Reha-Patienten musste die Klinikleitung weitere Bettenkapazität schaffen. So wurden durch Umverlagerung des Therapiebereiches im Erdgeschoss von Haus zwei 19 neue Patientenzimmer geschaffen. "Wir haben den Therapiebereich neu aufgeteilt und ihn überschaubarer gestaltet", so Respa. Im Rahmen der Neustrukturierung habe man auch den Ausbau der Station für Schlaganfall-Patienten, die im Rahmen der Früh-Rehabilitation stationär behandelt werden, abgeschlossen. Jetzt stehen in diesem Bereich 72 Plätze zur Verfügung. "Wir haben dafür eine normale Station extra umgebaut. Anlass war, dass wir wegen der Auslastung die verstärkte Nachfrage zeitweise nicht mehr bedienen konnten."

Und die Pläne reichen noch weiter. Da der Fachbereich Orthopädie im Waldkrankenhaus nicht mehr so stark ausgelastet ist, habe man einen Antrag für eine Station für neurologische Patienten in der Phase B gestellt. Dabei handelt es sich um schwerstbetroffene Patienten, die nicht an der Behandlung mitwirken können. "Allerdings fehlt bis heute die Zulassung. Wir haben bereits zweimal beantragt. Doch die Mühlen mahlen hier sehr langsam. Wir sind trotzden optimistisch, dass wir das in naher Zukunft umsetzen können", sagt Respa.

Auch im Waldkrankenhaus wurde in den zurückliegenden Monaten in mehr Sicherheit investiert. Vor allem in Brandschutz. "Es gibt einen neuen Fluchtweg für den Operationsbereich und für die Intensivstation, die sich im Kellergeschoss befinden. Sollte es hier zu einem Brand kommen, können die Betten samt Patienten und Personal über breitere Wege schneller in den Außenbereich gelangen", so Klein. Auch neue Brandschutztüren und Brandmelder gehören dazu. Das Gesamtbudget betrug hier fast eine halbe Million Euro. Bis Ende des Jahres kommt jetzt noch eine neues Treppenhaus im Südbereich dazu. "Wir rechnen mit Baubeginn im Oktober. Bis zum Einbruch des Winters sollen die Betonarbeiten abgeschlossen sein. Die Metallarbeiten können auch bei Frost geschehen", erklärte Respa.

Für die seit Jahren gesperrte Parkplatzfläche will die Klinikleitung eine Nutzung herbeiführen. Im Plan sind verschiedene Varianten. Zum einen könne man sich einen Flachbau vorstellen, wo die Ambulanz untergebracht wird, oder die Freifläche könnte für therapeutische Maßnahmen umgebaut werden. Ob dieses Projekt zeitnah Realität wird, steht noch nicht fest. Dagegen ist der Einbau eines neuen Computertomographen sowie der Austausch des Magnetresonanztomografen gegen ein leistungsfähigeres Gerät für rund 1,8 Millionen Euro im Etat 2016 fest eingestellt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.09.2015

Steffen Brost

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