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Neue Seniorenbetreuerin will Plaudernachmittage organisieren

Neue Seniorenbetreuerin will Plaudernachmittage organisieren

Nachmittags ist Rentnerzeit. Jede Woche sitzen Helga Widmer, Brigitta Steglich, Inge Brauer und Georg Schwarzenauer am Vierertisch und spielen eine Runde Rommé.

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Seniorenbetreuerin Bärbel Heyer (Mitte) ist immer mit dem Ohr bei ihren Senioren. Das merken auch Helga Widmer, Brigitta Steglich, Inge Brauer und Georg Schwarzenauer (von links).

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Am Nachbartisch wird Skat geklopft und gegenüber die Schachfiguren gerückt. Es herrscht ausgelassene Stimmung und gute Laune. Alltag in der Seniorenbegegnung der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Mitten im Geschehen steht Bärbel Heyer.

Sie ist neu und hat erst zu Jahresbeginn die Leitung der Seniorenbetreuung von Elvira Seidel übernommen. Diese ist im wohlverdienten Ruhestand. Sie schaut nur noch gelegentlich mal vorbei und hilft bei den Ausflügen mit. Bärbel Heyer ist 57 Jahre und seit der Wende bei der Awo. "Ich habe bisher in diesem Bereich nur ehrenamtlich ausgeholfen, wenn einmal Not am Mann war", sagte die zweifache Oma. Vor der Wende war Bärbel Heyer als Küchenleiterin in der Nordring-Küche in Eilenburg tätig. Anschließend folgten Jobs als Wirtschaftsleiterin in der Stadt Bad Düben und später in der Kindertagesstätte Märchenland im Postweg. "Vor drei Jahren bin ich dann als Leiterin in die Küche unseres Awo-Pflegeheimes gekommen. Dort war ich bis Ende des vergangenen Jahres. Als ich erfuhr, das Elvira Seidel in den Ruhestand geht, habe ich mich auf diese Stelle beworben", schilderte Heyer ihren Werdegang.

Seit vielen Jahren ist sie mit Herz und Seele bei ihrer Arbeit. Als Vorsitzende des Awo-Ortsverein Bad Dübens kennt sie die Probleme ihrer Senioren. Schließlich hat sie dort Verantwortung für 425 Mitglieder. "Die alten Menschen sind mir ans Herz gewachsen. Ich möchte die Arbeit als Betreuerin genauso gut machen, wie meine Vorgängerin es getan hat", freut sich Heyer auf den Job. Sie will Traditionelles beibehalten, aber auch neues ausprobieren. Dafür gibt es feste Wochen- und Monatspläne. "Grundsätzlich gilt aber, dass ich jeden Tag von 8 bis 16 Uhr und auch länger für meine Senioren da bin", ergänzte Heyer. Am beliebtesten ist der Spiele- nachmittag jeden Mittwoch. Gleich nach dem Mittagessen werden Romméblätter, Skatkarten und das Schachspiel rausgeholt. Es wird viel gelacht aber auch strategisch vorgegangen. Denn jeder will gewinnen. Doch immer steht der Spaß im Vordergrund. "Ich komme seit vielen Jahren zu den Veranstaltungen von der Awo. Weil ich gern unter Menschen bin. So lange das meine Gesundheit noch mitmacht, werde ich das auch weiter so beibehalten", sagte die 92-jährige Constanze Volkmann. Auch Wolfgang Keddy gehört mittlerweile zu den Stammgästen beim wöchentlichen Spiel. "Im Sommer spielen meine Kollegen und ich immer in unseren Gärten Skat. Im Winter gehen wir zur Awo", sagte der Rentner.

Neu im Konzept von Bärbel Heyer ist der Plaudernachmittag. Hier sollen Persönlichkeiten der Stadt und der Awo eingeladen werden und bei Kaffee und Kuchen den Senioren aus ihrem Job erzählen. Den Anfang macht Heyer selbst. "Schließlich sollen die Leute wissen, mit wem sie es jetzt zu tun haben", sagte sie. Und so sollen auch Bürgermeisterin Astrid Münster und Awo-Geschäftsführerin Kathrin Enders bald auf dem Plauderstuhl folgen.

Den Kalender für die nächsten Wochen hat die Seniorenchefin bereits gut gefüllt. Buchlesung, Fasching, Schlachtefest, Terassenspektakel, Frühlingsfest und vieles mehr stehen im Plan. Dazu kommen die Treffen wie die monatlichen Diabetesvorträge und Blutspendeaktionen. "Oftmals wollen die Senioren nur einen Anlaufpunkt haben, um mal zu reden. Dabei stehe ich ihnen zur Seite und kümmere mich auch um ihre Belange, wenn sie einmal Hilfe benötigen. Das ist mein Credo für die nächste Zeit", so Heyer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.01.2014
bro

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