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Bad Düben Neue Straßen und Wohnen auf dem Land – EU-Förderung in der Dübener Heide startet
Region Bad Düben Neue Straßen und Wohnen auf dem Land – EU-Förderung in der Dübener Heide startet
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16:36 18.04.2016
Blick in die Mühldorfer Straße im Ortsteil Alaunwerk in Bad Düben. Die Kurstadt will sie mit Hilfe von EU-Fördermitteln sanieren. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Im sächsischen Teil der EU-Förderregion Dübener Heide hat die Lokale Aktionsgruppe (LAG ) jetzt die ersten investiven Vorhaben auf den Weg gebracht. Das teilte das Regionalmanagement in Bad Düben mit. Der Aufruf im März führte zu insgesamt 34 Projekten, wovon jetzt 19 mit einem Gesamtfördervolumen von rund 720 000 Euro von der LAG, in der Vertreter von Kommunen, der Wirtschaft und Vereinen sitzen, befürwortet wurden.

Den Schwerpunkt bildete dabei der Bereich der Wohnprojekte. Über 16 Vorhaben, die die Umnutzung von leerstehenden alten Gebäuden zu Wohnzwecken beinhalten, hat die LAG beraten. Vier Projekte wurden genehmigt; sie haben jetzt Aussicht auf eine Förderung aus dem EU-Programm Leader für den ländlichen Raum. Dabei handelt es sich um Antragsteller aus den Gemeinden Dreiheide, Laußig und Mockrehna.

„Ich freue mich, dass Menschen in und außerhalb der Region in der Dübener Heide in diesem hohen Maße investieren“, sagt der LAG-Vorsitzende Roland Märtz, zugleich CDU-Bürgermeister der Gemeinde Doberschütz. Die große Nachfrage sei den Angaben zufolge nicht erwartet worden. Es standen deshalb nicht ausreichend Mittel für Wohnprojekte zur Verfügung. Da viele nicht zum Zuge kamen, soll es im Mai einen zweiten Aufruf geben, damit auch diese Projekte weiter eine Chance auf finanzielle Förderung haben.

Des Weiteren wurden auch sechs kommunale Vorhaben im Bereich Straßenbau in den Gemeinden Bad Düben (Ausbau Mühldorfer Straße), Doberschütz (Straßenbau Försterteich, An der Koppel, Kirchweg sowie Herstellung Gehweg Salzstraße mit Mittelweg) und Dommitzsch (Neubau der Straßenbeleuchtung Wörblitz) sowie private Vorhaben wie der Umbau von Gebäuden und die Schaffung von hochwertigen Übernachtungskapazitäten (Pensionen/Ferienwohnungen) beschlossen. Der Naturparkträgerverein Dübener Heide will indes in die Wanderwege-Infrastruktur investieren und damit die Besucherlenkung verbessern.

Die Projektträger können ab sofort ihre Anträge beim Landratsamt Nordsachsen als finale Genehmigungsbehörde einreichen und nach entsprechender Eingangsbestätigung sofort ihr Projekt umsetzen. Nach Fertigstellung werden dann die finanziellen Zuschüsse ausbezahlt, die sich je nach Bereich zwischen 30 und 70 Prozent bewegen.

Zur Leader-Förderregion im sächsischen Teil der Dübener Heide gehören die Städte Bad Düben, Eilenburg, Dommitzsch und Torgau (Zinna, Welsau) sowie die Gemeinden Elsnig, Doberschütz, Dreiheide, Laußig und Mockrehna. Projekte, die mit Fördermitteln der EU realisiert werden sollen, müssen zur Leader-Entwicklungsstrategie der Dübener Heide passen. Förderbar können Vorhaben sein, die den drei Handlungsfeldern Wirtschaft und Beschäftigung, Naturpark- und Kulturlandschaftsentwicklung und Siedlungs- und Beteiligungsentwicklung zugeordnet werden können.

Fragen rund um Förderung und zum Antragsverfahren beantwortet das Regionalmanagement, das im Naturparkhaus in Bad Düben seinen Sitz hat. Kontakt: Monika Weber (Tel.: 0171/7488594).

http://www.leader-duebener-heide.de

Von LVZ

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