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Bad Düben Neuer Betreiber: Gaststätte „Zur Kegelbahn“ in Bad Düben ist gerettet
Region Bad Düben Neuer Betreiber: Gaststätte „Zur Kegelbahn“ in Bad Düben ist gerettet
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20:00 25.02.2016
Michael Hader (rechts) ist der neue Pächter der Gaststätte „Zur Kegelbahn“. René Symalzek betrieb das Objekt 15 Jahre lang. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Die Gaststätte „Zur Kegelbahn“ in Bad Düben ist gerettet. Am 1. März übernimmt Michael Hader das Objekt.„Ich bin so froh, dass sich jetzt, so kurz vor Torschluss, doch noch ein passender Interessent gemeldet hat“, freut sich der 50-jährige René Symalzek.

Vor 15 Jahren eröffnete der Wirt das Lokal. Über Kundschaft konnte er sich nie beklagen. Gaststätte und Kegelbahn liefen gut. Vor allem aber war bei seinen Gästen die moderne Fünf-Bahn-Anlage zum Kegeln samt seiner 60 Sitzplätze beliebt. Doch in der Vergangenheit fehlte bei René Symelzek immer mehr der Antrieb. „Die Luft ist raus. Jeden Abend stand ich hinterm Tresen und bekam meine Familie kaum noch zu Gesicht“, erzählt er.

Seitdem bekannt war, dass die Gaststätte zur Vermietung stand, interessierten sich drei Bewerber. „Die waren alle nichts. Die wollten Mietkauf für das Inventar und hatten ganz andere Ideen. Mit Kandidat Michael Hader ist der Richtige gefunden. Jetzt muss er etwas daraus machen“, so Symalzek.

Hader ist 43 Jahre und kein gelernter Gastronom, dafür aber Koch. „Ich habe bis 2002 in einer Bundeswehrküche gearbeitet, bis heute als selbstständiger Kurierfahrer mit einem Angestellten. Die Gaststätte war schon lange ein kleiner Traum, den ich mir jetzt erfüllen möchte. Als zweites Standbein sozusagen. Das Kurierfahren will ich aber trotzdem nicht ganz aufgeben“, sagt Hader.

Konkrete Ideen hat der Bad Dübener bereits. Die Öffnungszeiten will er von seinem Vorgänger übernehmen, aber neue Veranstaltungen anbieten. So plant er neben regelmäßigen Skatturnieren auch Tanzveranstaltungen, Grill-Events und einen kleinen Partyservice. Für René Symalzek hört sich das alles recht gut an. „Normalerweise dauern Gaststättenübernahmen recht lange. Ich will mich mit einer Abschiedsparty bei meinen Stammgästen und Freunden bedanken. Danach steht meine Familie ganz oben.“

Mit dem neuen Pächter ist auch die Zukunft der Kegelbahn und des Freizeitsportvereins gesichert. Vorsitzender Siegmar Weber kann jetzt endlich wieder richtig schlafen. „Das hat mir sehr zugesetzt. Die Zukunft des Vereins stand auf der Kippe. Mir ist jetzt diese Sorge genommen. Jetzt hoffe ich auf eine gute Zusammenarbeit mit Herrn Hader“, sagt Weber. Nur eine Sorge bleibt dem Vereinschef. Bis heute ist die Nachfolge seiner Vorsitzenden-Funktion nicht geregelt. Eigentlich wollte der 78-Jährige in die zweite Reihe treten. Doch bislang hat sich kein neuer Kandidat gefunden, der den Verein leiten will. „Es gibt Veränderungen im Verein. Die Abteilung Kegeln wird sich mit ihren 73 Mitgliedern noch in diesem Jahr aus dem Freizeitsportverein herauslösen und einen eigenen Verein gründen. Damit wird auch die Arbeit für mich weniger und ich werde mich noch einmal zur Jahreshauptversammlung als Vorsitzender zu Wahl stellen“, blickt Weber optimistisch in die Zukunft. Der Freizeitsportverein behält nach dem Rückzug der Kegler noch vier Abteilungen mit 170 Mitgliedern.

Von Steffen Brost

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