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Bad Düben Neuer Betreiber, neues Konzept für traditionsreiches Kurhaus
Region Bad Düben Neuer Betreiber, neues Konzept für traditionsreiches Kurhaus
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15:06 19.05.2015
Christian Wugk, Rita Krahl und Carsten Steyer (von links) sind die neue Besatzung im Bad Dübener Kurhaus. Quelle: Steffen Brost

Sie wollen bei Sekt und Häppchen ins Haus einladen, um das neue Betreiber-Konzept für die traditionsreiche Gaststätte, die schon etliche Höhen und Tiefen erlebte, vorzustellen.

Es ist mittlerweile der vierte Wechsel und der fünfte Betreiber. Vorgänger Florian Lindner warf aus verschiedenen Gründen das Handtuch wie auch schon drei andere vor ihm. Waltraud Jupe, Geschäftsführerin der Bad Dübener Wohnungsbaugesellschaft, Besitzerin der Lokalität, ist jedenfalls froh über die schnelle Nachfolgeregelung. "Seit Mitte des Jahres war der Wechsel geplant. Dass der so nahtlos erfolgte, ist für die Kundschaft sehr gut. Ich hoffe jetzt, dass wir mit dem neuen Betreiber langfristig planen können und er länger in der Stadt bleibt", so Jupe und legt nach: "Wir wissen alle, dass Gastronomie in unserer Stadt ein schwieriges Pflaster ist. Aber es sind junge Leute, die jetzt das Zepter übernommen haben. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben und bin optimistisch."

Hoffnung haben indes auch die beiden neuen Pächter, die aus Leipzig kommen. Carsten Steyer betreibt bereits ein Steakhaus in Leipzig-Eutritzsch sowie ein American-Dinner-Restaurant in der Innenstadt. Der 38-Jährige ist begeistert vom Ambiente und der Lage des Kurhauses inmitten des gepflegten Parks der Stadt, ringsherum mit den Kuranlagen und dem Heide Spa. "Ein Koch von mir hat mal im Kurhaus gearbeitet und geschwärmt. Als er dann mit der Information rüber kam, es wird ein Nachfolger gesucht, habe ich mir alles angeschaut. Das Objekt liegt romantisch eingebettet. Also habe ich zugeschlagen", so Steyer.

Fehler, die seine Vorgänger gemacht haben, will der Leipziger vermeiden. Sein Konzept sieht vor, dass jeder sich den Besuch im Restaurant leisten kann. Das war nicht immer so. Das Kurhaus galt zwar als eine der besten Adressen in der Stadt, wo man als Gast außergewöhnlich gute Küche erleben konnte, aber die Preise waren dementsprechend. "Unser Angebot orientiert sich an der Stadt und der Kur. Es soll eine kulinarische Reise durch die Epochen der Stadtgeschichte werden", plant der Jung-Gastronom.

Zudem soll es im nächsten Jahr ein paar gestalterische Umbaumaßnahmen geben und die Freilichtbühne am Kurhaus erneuert werden. Das will Waltraud Jupe noch angehen - als Geschenk sozusagen, bevor sie im Frühjahr in den Ruhestand tritt. Festhalten will Steyer auch an liebgewordene Traditionen wie den Kurkonzerten. Und er hat noch mehr Ideen. "Wir wollen auch jüngeres Publikum gewinnen. Deswegen werden wir hier im kommenden Jahr verschiedene Veranstaltung haben wie beispielsweise ein Dixielandkonzert. Und dann möchten wir Tanzveranstaltungen für die Zielgruppe Ü 50 anbieten. Dafür gibt es selten etwas."

Der Leipziger wünscht sich jedoch zunächst eins: "Die Gäste sollen ohne Vorurteile unser Haus besuchen. Uns ist das Feedback wichtig. Jeder soll sich bitteschön sein eigenes Bild machen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.12.2013
Steffen Brost

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