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Bad Düben Neuer Planer übernimmt Bad Dübens Millionen-Projekt Ölmühle
Region Bad Düben Neuer Planer übernimmt Bad Dübens Millionen-Projekt Ölmühle
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00:18 10.02.2017
An der Ölmühle in Bad Düben laufen in diesen Tagen Betonarbeiten im Treppen-Bereich des Hauses. Quelle: Wolfgang Sens
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Bad Düben

Die Stadt Bad Düben beauftragt als neuen Projektsteuerer für die weitere Sanierung des Gebäudes Ölmühle auf dem Museumsdorfgelände die Leipziger Firma SAI Stelzel.Architekten & Ingenieure GmbH. Der Wechsel hat einen tragischen Hintergrund. Im Dezember starb der bisher verantwortliche Architekt Roland Papert. Für den Verein Museumsdorf Dübener Heide und die Stadt ein schwerer Schlag, nachdem der jahrelange Kampf um die Schauwerkstätten endlich auf einem guten Weg war. Noch kurz zuvor war der Grundstein für den Bau gelegt worden, der statt eines sanierten Objektes nun faktisch ein Neubau wird. Deshalb sei das Projekt auch schwierig, viele Feinheiten gäbe es zu beachten, sagte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG).

Büro plant auch das neue Gymnasium

Mit Blick auf die abzurechnenden Fördermittel und den laufenden Bau ist Eile geboten. Insofern sei es eine glückliche Fügung, dass die Stadt mit dem Leipziger Architektenbüro einen Projektsteuerer gefunden hat, der diese Architekturleistung mit übernimmt. Marco Stelzel ist mit seinem Büro bereits in den Gymnasiums-Umbau in der Durchwehnaer Straße involviert. Mit den Erben des verstorbenen Architekten Paperts habe es eine Einigung gegeben, so Münster.

Arbeiten dauern an

Die Arbeiten auf dem Gelände der Obermühle gehen indes weiter – so weit es das Winterwetter in diesen Tagen zulässt. Derzeit gibt es Betonarbeiten am Treppenhaus, für nächste Woche sind Absprachen mit dem Ofensetzer und Schornsteinfeger geplant, um den Einbau alter Öfen abzusprechen. Bald sollen auch die Zimmererarbeiten beginnen. Auch wenn es im Bauablauf zwischen Stadt, Planern und Baufirmen noch einiges an Abstimmungen zu regeln gibt, ist Vereins-Chef Werner Wartenburger, der regelmäßig an den Bauberatungen teilnimmt, optimistisch: „Das Projekt ist auf einem guten Weg. Der Architekt hat sich bereits gut eingearbeitet.“

Neubau kostet 1,5 Millionen Euro

Bis Ende des Jahres will Bad Düben das historische Ensemble für insgesamt 1,5 Millionen Euro zu einer touristischen Attraktion ausbauen, in dem sich altes Handwerk von Besenbinderei bis Seifenmanufaktur erleben lässt. So finden im Erdgeschoss Eisenhammer und handwerkliche Schmiede ihren Platz, sollen die Schauwerkstatt Druck und Papier sowie die Ölmühle unterkommen, das Obergeschoss ist für Schuhmacher-Werkstatt, Seifenmanufaktur, Korbmacher- und Besenbinderwerkstatt, Splittmacher gedacht. Hinzu kommt eine Bibliothek mit Vortragsraum. Im Dachgeschoss wird das Seilerhandwerk vorgestellt. Bei der Gestaltung kann der Verein auf die Hilfe regionaler und lokaler Handwerker zurückgreifen.

Von Kathrin Kabelitz

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