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Bad Düben Neues Gerätehaus in Gruna: Gemeinde bleibt auf Kosten sitzen
Region Bad Düben Neues Gerätehaus in Gruna: Gemeinde bleibt auf Kosten sitzen
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13:29 23.02.2018
Das Feuerwehrgerätehaus Gruna wurde im vergangenen Jahr gebaut und wird inzwischen genutzt. Quelle: Wolfgang Sens
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Gruna

Auch wenn die offizielle Einweihung noch aussteht: Seit Ende des vergangenen Jahres nutzen die 14 aktiven Grunaer Feuerwehrkameraden ihr neues Domizil in dem kleinen Laußiger Ortsteil mit knapp 200 Einwohnern. „Dass wir unser Fahrzeug jetzt in Gruna und nicht mehr in Laußig stehen haben, hat sich zuletzt beim Sturm Friederike bewährt“, sagt Ortswehrleiter Mike Schulze.

Damals waren auch vier Grunaer Kameraden ausgerückt, um die von den umgeworfenen Bäumen ausgehenden Gefahren auf der Staatsstraße 11 so schnell wie möglich zu beseitigen. „Die Arbeit der Kameraden“, so bestätigt der Ortswehrleiter, „ist jetzt auf jeden Fall viel einfacher geworden“, auch wenn man sich noch endgültig einrichten müsse.

Gemeinde hat alle Rechnungen bezahlt

Die Gemeinde selbst ist mit dem 893 000 Euro teuren Feuerwehrgerätehaus noch in ganz anderer Hinsicht beschäftigt. „Wir haben als Gemeinde alle Rechnungen für das neue Feuerwehrgerätehaus bezahlt und sind damit auch in Vorleistung gegangen“, sagt Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos). Bisher habe Laußig, das für das neue Domizil mit einer 100-prozentige Förderung rechnet, jedenfalls erst 650 000 Euro überwiesen bekommen.

Das hänge zum einen mit der komplizierten Abrechnung zusammen, da bei dem Projekt neben der Soforthilfe auch Mittel aus dem Hochwasserfonds sowie des Freistaates zum Einsatz kommen. Zum anderen macht es die Sache nicht einfacher, weil das Depot rund 120 000 Euro teurer als gedacht wurde. Wie diese Differenz nun beglichen wird, dazu sei die Gemeinde jetzt sowohl mit dem Freistaat als auch mit der Sächsischen Aufbaubank im Gespräch.

Feuerwehrgerätehaus wird teurer

„Ich gehe jedenfalls nach wie vor davon aus, dass wir die Gesamtkosten überwiesen bekommen“, so Schneider. Stichhaltige Argumente hat er dabei auf seiner Seite. Denn dass das Feuerwehrgerätehaus so teuer wird, lag nicht in der Hand der Gemeinde. So habe nach dem auch Kosten verursachenden Hin und Her der Standortsuche die Unfallkasse verlangt, dass die Parkplätze hochwassersicher gebaut werden müssten. Dies wiederum habe eine Geländeanhebung erforderlich gemacht. Zudem wären auch die allgemein explodierenden Baupreise nicht spurlos am Projekt vorüber gegangen.

Von Ilka Fischer

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