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Nicht schweigen, nicht vergessen - Erinnerungen an dunkles Kapitel der Geschichte

Nicht schweigen, nicht vergessen - Erinnerungen an dunkles Kapitel der Geschichte

Ehrendes Gedenken: Vertreter des Ortsverbands Bad Düben der Partei Die Linke haben am Sonnabend an den Gedenkstätten in Durchwehna und Kossa an die KZ-Häftlinge erinnert, die nach Kriegsende von SS-Schergen auf einen 350 Kilometer langen Marsch von Neu-Staßfurt bis Annaberg geschickt wurden und den Tod fanden.

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Günter Dietzsch, Sigrid Wendel und Karl Richter ( von links) gedenken der Opfer des Todesmarsches.

Quelle: David Himmer

Kossa. An den Mahnmalen legten sie Blumen nieder und eine Schweigeminute ein.

"Auf dem Gedenkstein in Kossa stehen die verpflichtenden Worte: 'Nicht schweigen dürfen wir, der Toten Mahnung nicht vergessen, damit uns Frieden bleibt'. Diese Verpflichtung ist gegenwärtig aktueller, denn je", sagt David Himmer, der Vorsitzende des Linke-Ortsverbandes. "Es empört uns, feststellen zu müssen, dass in Deutschland ein Netzwerk mit der Bezeichnung 'Nationalsozialistischer Untergrund' die Möglichkeit hatte, jahrelang unerkannt politisch motivierte Morde zu begehen und faschistisches Gedankengut zu verbreiten", so Himmer weiter. "Wir verbinden deshalb unser ehrendes Gedenken an die ermordeten französischen Häftlinge mit der erneuten Zusage, nicht zu schweigen, nicht zu vergessen, sondern konsequent gegen alle Erscheinungen neofaschistischer Tendenzen aufzutreten."

Die sogenannten Todesmärsche, die durch Mitteldeutschland und auch durch diese Region führten, reihen sich in das dunkle Kapitel der Nazizeit ein. Von den 600 französischen und polnischen Lagerinsassen überlebten Recherchen zufolge nur 50 den Todesmarsch. Auf dem Friedhof in Kossa wurden 1945 zahlreiche ermordete Häftlinge von mutigen Bewohnern des Ortes begraben. Die Überlebenden haben nach Kriegsende einen Verein gegründet. Schüler des ehemaligen Albert-Schweitzer-Gymnasiums Bad Düben erarbeiteten in den 1990er-Jahren eine Broschüre zu dem Thema. Eine zweite erstellten Schüler der Mittelschule. Im Sommer vor 13 Jahren fand das letzte große Erinnerungstreffen statt, an dem Überlebende und Angehörige teilnahmen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.05.2013

Nico Fliegner

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