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Bad Düben Nicht zum Schleuderpreis
Region Bad Düben Nicht zum Schleuderpreis
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15:26 19.05.2015
Blick auf eine typische Datsche. Davon gibt es Hunderte in Bad Düben und Umgebung. Quelle: dpa

Darauf haben sich die Mitglieder des Hauptausschusses nach einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema verständigt.

Anlass war der Vorstoß einer Familie aus Delitzsch, die ein 540 Quadratmeter großes Grundstück in der Nähe vom Mühlläufer erwerben wollte. Der Kaufpreis sollte bei etwa 8350 Euro liegen, der Quadratmeterpreis hätte demnach rund 15 Euro betragen. Zu wenig: Mindestens 40 Euro wären gerechtfertigt, hieß es. Zumal Flächen in der Hammermühle, die mit einem Einfamilienhaus bebaut werden können - das Grundstück zählt nicht dazu - mittlerweile zwischen 50 und 80 Euro je Quadratmeter gehandelt würden. "Wir haben keinen Grund, unsere Grundstücke zu verschleudern", sagte Stadtrat Werner Wartenburger (SPD). Dem schlossen sich die übrigen Räte an. Der Verkauf zu 15 Euro je Quadratmeter wurde folglich gestoppt, für 40 Euro werde aber die Familie nicht kaufen, sagte Bürgermeistersterin Astrid Münster (FWG).

Die Stadt will sich nunmehr ohnehin Gedanken machen, wie sie künftig mit den Wochenendgrundstücken, die in ihrem Besitz sind, umgeht. Für Veräußerungen hat sie sich bislang immer offen gezeigt, vor allem, wenn es um bebaubare Flächen ging. Schließlich spülen die oftmals ein hübsches Sümmchen ins Stadtsäckel. Bei den nicht mit Häusern bebaubaren Flächen sollen die Preise aber dennoch angehoben werden, sowohl in puncto Verkauf als auch bei Pacht. Denn der Kündigungsschutz für Datschennutzer endet 2015. Mit dem Wegfall könnte die Stadt dann Nutzern kündigen, soweit der Vertrag nicht länger befristet ist, ohne dass die Kommune dafür Gründe angeben muss. Verträge sollen dann unter neuen, offenbar deutlich teueren Konditionen ausgehandelt werden. Allerdings wäre die Stadt dann auch entschädigungspflichtig. Schließlich sind die Bauten, also die Hütten und Bungalows, von den Nutzern errichtet und in der Neuzeit modernisiert worden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.10.2013
Nico Fliegner

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