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Bad Düben Niederländische Schüler auf Stippvisite in Bad Düben
Region Bad Düben Niederländische Schüler auf Stippvisite in Bad Düben
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20:00 04.02.2010
Zu Gast in Bad Düben: Schüler aus den Niederlanden. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Gemeinsam mit zwei Schulen im niederländischen Maastricht, La Spezia in Italien und Maribor in Slowenien setzten die Bad Dübener dieses um.

Dahinter steckt der schulbezogene Teil des Europäischen Programms für lebenslanges Lernen, das  bis 2013 andauert. Bis zum Ende der Laufzeit sollen europaweit mindestens drei Millionen Schüler an gemeinsamen Bildungsaktivitäten innerhalb von Comenius-Schulpartnerschaften teilnehmen. Die Schwerpunkte werden von den Bildungshäusern gesetzt und können sich auf Schüleraktivitäten, pädagogische Fragestellungen, Aspekte des Schulmanagements oder auf den Fremdsprachenerwerb beziehen. Projektbezogene Arbeitstreffen von Lehrern und Schülern sind dabei ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.

Für die Bad Dübener Mittelschule ist es bereits das dritte Projekt dieser Art. Nachdem die Partnerschulen aus Italien, den Niederlanden und Slowenien ein Buch mit dem Titel „Wie leben wir in Europa“ geschrieben hatten, folgte im zweiten Teil das Thema Zukunftsschule. In diesem Jahr endet Projekt Nummer drei. „Wir hatten uns bereits im Jahr 2008 in Bad Düben getroffen. Damals waren Lehrer aus allen beteiligten Schulen hier. Da haben wir die Eckpunkte des Projektes abgesprochen. Jetzt wollen die Ergebnisse auswerten und umsetzen“, sagte Koordinatorin Petra Wolle.

In den vergangenen Monaten unternahmen die teilnehmenden Schulen verschiedene Messungen, die ein Einsparpotential an Energie mit sich bringen sollten. So gab es in den Einrichtungen Energieverantwortliche, die darauf achteten, dass beispielsweise überflüssige Lampen ausgeschaltet und die Räume regelmäßig gelüftet wurden, um Wärme einzusparen. „Wir wollen herausbekommen, wie viel Energie verbraucht wird. Es soll ermittelt werden, wie groß die Unterschiede im Energieverbrauch zwischen unseren Regionen sind, da jedes unserer Teilnehmerhäuser in verschiedenen Territorien wie Küste, Flachland und Bergregion liegt. Gemessen werden sollen der Verbrauch bei Heizung, Strom und Wasser“, erklärte Wolle weiter.

Neuester Test ist, dass alle Schulen eine Solarzelle haben, mit der sie täglich Messungen vornehmen und diese mit den Partnerschulen vergleichen. „Ich finde das Projekt sehr interessant. Nach dem Besuch der Niederländer bei uns fährt eine Delegation im März nach Maastricht und stellt ihre Ergebnisse vor. Auf diese Woche freue ich mich schon sehr“, sagte Neuntklässlerin Jessica Gröper.

Nicht zum ersten Mal ist Lehrer Hans Nelissen in der Kurstadt. „Das ist schon meine zweite Heimat“, sagte der Pädagoge des Bonnefanten-Colleges aus Maastricht mit einem Schmunzeln im Gesicht. Der Sport- und Deutschlehrer betreut dort das Comenius-Projekt und hat diesmal die besten Schüler dabei, die die ersten niederländischen Ergebnisse in Bad Düben präsentieren.

Bis zum Jahresende werden die Messungen andauern. Parallel sollen konkrete Vorschläge zur Energiesenkung erarbeitet und diese gleichzeitig umgesetzt werden. „Schöner Nebeneffekt des Treffens sind die gegenseitigen Besuche der Schüler. So lernen sie gleichaltrige Jugendliche aus anderen Ländern Europas kennen und erfahren, wie sie leben. Mit unseren niederländischen Gästen werden wir nach Dresden fahren, unsere Schule besichtigen, im Heide Spa schwimmen und gemeinsam kochen“, so Wolle.

Steffen Brost

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