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Bad Düben Note vier für den Schleifbach
Region Bad Düben Note vier für den Schleifbach
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14:31 19.05.2015
Blick auf das Stauwehr an der B 2 - es kommt weg. Quelle: Nico Fliegner

Ein teures Unterfangen - 100 000 Euro wird das Projekt kosten. Start ist frühestens 2015.

Kleingärtner aus der Sparte "Heidegrund" sehen den Bach, der direkt an ihren Schollen vorbei fließt, mit Argwohn: Das Schilf wuchert immer mehr und nimmt Teile der Anlage in Beschlag, der Biber "fällt" Bäume, staut das Wasser an. Umso erfreulicher zeigten sich 20 Pächter am Dienstagabend, als Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) die Pläne für die Renaturierung im Ratssaal vorstellte, die schon weit gediehen sind.

Wichtigste Botschaft: Wenn renaturiert wird, dann zuerst im Abschnitt entlang der Gartenanlage. Dort soll der Bach etwas weiter nördlich, also weg von der Anlage, verlegt werden und mehr Kurven bekommen. Wurzeln und Findlinge sollen den Strom in die gewünschte Richtung lenken, dadurch Erosionen und eine Versandung am anderen Ufer (Gartenseite) verhindert werden. Zudem bekommt der Bach ein tieferes Profil, wird entschlammt und das Schilf kommt weg. Dafür werden aber neue Bäume angepflanzt - mit Biber-Verbissschutz -, die Schatten werfen, damit das Kraut nicht wieder wuchert wie derzeit.

Nächstes Jahr sollen die Arbeiten beginnen, für den Bereich Kleingartenanlage, der 410 Meter Länge umfasst, sind vier bis sechs Wochen Bauzeit eingeplant. Danach geht es weiter Richtung Brücke an der B 2 bis zum Stauwehr. Das kommt weg, dafür werden sechs Rampen gebaut, so dass ein Durchfluss gegeben ist - vor allem für Fische. Ein Wehr bekommt stattdessen der kleine Graben, der zum Obermühlenteich führt. Der letzte Abschnitt ist dann der bis zur Mündung.

"Wir müssen den Schleifbach bis 2015 in einen guten Zustand bringen", sagte Münster. Dies schreibe die EU vor. Derzeit werde dem Gewässer auf einer Skala von eins bis sechs die Note vier bescheinigt. Da der Bach auch Teile von Kossa und Söllichau umfasst, sollen die Gemeinden konzeptionell mit ins Boot geholt werden, nur dann gebe es laut Münster 90 Prozent Fördermittel, ansonsten 75 Prozent. Das Projekt ist für den Bereich Bad Düben bereits mit dem Landratsamt besprochen worden, die Stadt hofft jetzt auf eine Genehmigung seitens Naturschutz-, Fischerei- und Wasserbehörde.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.03.2014
Von Nico Fliegner

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