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Ober- und Niedermühle in Bad Düben werden zwei Tage lang zu Besuchermagneten

Ober- und Niedermühle in Bad Düben werden zwei Tage lang zu Besuchermagneten

Jedes Jahr aufs Neue präsentiert der Verein Museumsdorf Dübener Heide sein traditionelles Adventsglühen. Am Wochenende wartete es mit einer Premiere auf. Gemeinsam mit Niedermühlenbäcker Heiko Paetsch lockten die Museumsdörfler Tausende Besucher an die beiden weihnachtlich geschmückten Mühlen.

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Am Wochenende fand in Bad Düben das traditionelle Adventsglühen statt.

Bad Düben. Schon vor der Obermühle parkten deswegen ganz spezielle Taxis. Landauer und Victoria hießen die beiden Kutschen, die Siegfried Händler mitgebracht hatte. Der Kutscher war an beiden Tagen zwischen Nieder- und Obermühle unterwegs, um die Besucher des Adventsglühens hin und her zu transportieren. Doch erstmal ging es süß zu: Punkt 15 Uhr schnitt Bäckermeister Paetsch und die Vorsitzende des Vereins Museumsdorf Katharina Scharr die 3,80 Meter lange Riesenstolle im mit Heu ausgelegten Museumshof an. Anschließend drängelten sich viele Freunde der bekömmlichen Weihnachtsleckerei an den Tisch, um ein Stück zu bekommen.

„Der Erlös kommt dem Museumsdorf zugute. Greifen Sie alle kräftig zu“, forderte der Bäcker zum Naschen auf. Und auch Katharina Scharr blickte zufrieden in die Runde. Da störten auch die paar anfänglichen Regentropfen nicht. „Das ist unser fünftes Adventsglühen. Nach über 3000 Gästen im vergangenen Jahr, rechnen wir auch diesmal mit solchen Zahlen“, freute sich Scharr über den vollen Hof.

Schon von Weitem konnte man den würzigen Duft von Glühwein und frischgebackenen Brot schnuppern. Gleich neben dem Eingang hatten Klaus Morgenstern und Michael Kühn alle Hände voll zu tun, um den Brotwünschen der Besucher nachzukommen. Im Innern des Mühlengebäudes präsentierte sich der Adventsmarkt mit vielen kleinen interessanten Ständen. So boten Gudrun Stelter und Elvira Knabe handgemachte Seife an. „Die Kirsch- und Rosenseife ist neu dazugekommen. Auch unsere Spitzkerzen sind erstmals im Angebot“, sagte Gudrun Stelter.

Gleich daneben hatte Annett Mazanec ihre nostalgischen Weihnachtskalender aufgebaut. Gegenüber bot Ingrid Halangk selbstgemachte Weihnachtsdekorationen und Tochter Kerstin leckere Schokolade an. „Die habe ich selber hergestellt. Zu Hause habe ich viel herumprobiert. Meine Freunde mussten ständig kosten, ob sie schmecken. Die Idee und Kreation dachte ich mir aus. Herausgekommen sind Rumpralinen, Florentinerschokolade mit Früchten und Nüssen sowie weiße Schokoladenpralinen“, machte die 26-Jährige den Besuchern Appetit.

Mitten im Geschehen saß der Weihnachtsmann im Schaukelstuhl und passte auf, dass alle Kinder ihren Wunschzettel ausfüllten und bei ihm abgaben. Während unterm Obermühlendach Gunter Lippold Weihnachtsgeschichten vorlas, spielten draußen die Posaunisten der Kurrende Lieder am Glühweinfeuer. „Das ist richtig schön hier. Da kommt trotz des frühlingshaften Wetters mal etwas Weihnachtsstimmung auf“, war Rentnerin Gertrud Hoffmann vom Ambiente begeistert. In einer kleinen Ecke boten Christoph und sein Bruder Lukas Dietze sowie Jonas Reiter Selbsgebasteltes an. Darunter tolle Fröbelsterne. „Einen Teil der Einnahmen spendieren wir für Kinder in Not“, versprach Jonas.

Mittlerweile füllte sich auch der Hof der Niedermühle. Heiko Paetsch lud zum Backen in seine Stube ein. „Mir gefällt die Atmosphäre hier sehr gut. Die gemeinsame Aktion zwischen Obermühle und dem Bäcker finde ich als sehr gelungen“, zeigte sich Bad Dübens Stadtmüller Peter Schüßler begeistert. Am frühen Abend musste dann der Weihnachtsmann wieder los. Doch nur kurz. Er führte nämlich den Lampionumzug von der Nieder- zur Obermühle an. Bis in den späten Abend loderten die Feuer an den beiden Mühlen und ließen sich die Besucher den heißen Trunk schmecken.

Steffen Brost

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