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Bad Düben Sanierung läuft im Juli und August auf Hochtouren
Region Bad Düben Sanierung läuft im Juli und August auf Hochtouren
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19:43 13.07.2018
Elektriker Roland Lehmann von der Weidenhainer Firma Elektro-Fink zieht die Elektrokabel durch das gesamte Gebäude. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Wenn Besucher an der Obermühle sind, richten sich deren Blicke unweigerlich auch immer wieder auf die künftigen Schauwerkstätten. Doch bis diese in Betrieb gehen, wird das Jahr 2019 geschrieben werden.

Maurer Gerd Schumann von der Laußiger Firma K & S Bau putzt die Zwischenräume am neuen Fachwerk der Ölmühle aus. Quelle: Steffen Brost

„Wir haben jetzt zwar das Gebäude samt Fenstern dicht, doch der Innenausbau wird sich noch eine geraume Weile hinziehen“, bremst Bad Dübens Bauamtsleiter Thomas Brandt übereilte Erwartungen. Derzeit hätten die Holzbalkendecken oberste Priorität. Bis Ende dieser Woche, so hofft man im Rathaus, sollen die Zimmerer diese nun zumindest über dem Obergeschoss eingezogen haben. Das Problem dabei waren die Brandschutzplatten, mit denen die Decken dann noch verkleidet werden müssen. „Die gibt es leider nicht auf Lager. Lange Lieferzeiten und gebremster Baufortschritt“, so Bau-Sachbearbeiter Markus Krisch, „waren die Folgen.“

Bauarbeiten im Innenbereich

Etliche Gewerke standen mit den Deckenplatten in der Warteschleife. „Doch jetzt im Juli und August“, so hofft Krisch, „wird es so richtig wackeln.“ Neben den derzeitigen Putzarbeiten im Inneren stehen die Elektriker „unter Strom“. Spätestens ab Ende Juli werden auch Trocken-, Heizungs-, Sanitärbauer an die Arbeit gehen. Denn um Beschädigungen zu vermeiden, werden die Türen zum spätestmöglichen Zeitpunkt eingebaut.

„Das Gerüst soll Ende August fallen“, sagt Markus Krisch. Bis dahin wird das Gebäude von außen verputzt sein. Im Herbst kommen dann noch Estrich, Fliesen und Bodenbelage ins Gebäude. Und natürlich muss auch noch der Maler ran. „Wir hätten natürlich gern, dass wir Ende Oktober alles fertig haben“, so Thomas Brandt. Doch Ende des Jahres, so schätzt er ein, sei realistischer.

Das kostet die Obermühle

Das ehrgeizige Projekt, das im Januar 2016 mit Abbrucharbeiten begann, und für das nun insgesamt rund 1,8 Millionen Euro veranschlagt sind, wird aber auch dann noch nicht wirklich beendet sein. Denn auch der Verein Museumsdorf Dübener Heide, der als designierter Betreiber das Ganze ja auch noch einrichten und zum Laufen bringen muss, braucht eine gewisse Zeit. Zudem sind einige Arbeiten, die ursprünglich so nicht geplant waren, außerhalb der eigentlichen Schauwerkstätten ohnehin erst für 2019 vorgesehen. Dazu gehört der Bau eines kleineres Wasserrades, das die Ölmühle antreiben wird. Es wird das größere Wasserrad ergänzen, das ebenfalls im nächsten Jahr saniert werden soll. Aber sie betreffen auch die Schmiede, die auf dem Gelände in einem Unterstand ihren Platz finden wird.

Die Schmiede komplettiert damit, wie eine im alten benachbarten Mühlengebäude vorgesehene historische Schneiderei, die anderen Handwerke wie Druckerei, Besenbinder, Korbmacher, Schuhmacher oder auch Seilerei, die in den Schauwerkstätten auf insgesamt drei Etagen Platz finden. Im Obergeschoss wird es zudem einen von offenen Fachwerk unterteilten Raum geben, in dem Konzerte, Vorträge und Workshops stattfinden können.

Von Ilka Fischer

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