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Oberschule bewirbt sich um das Gütesiegel Europaschule

Oberschule bewirbt sich um das Gütesiegel Europaschule

Wenn das klappt, dann könnte sich Bad Dübens Oberschule im nächsten Jahr mit dem Gütesiegel "Europaschule Sachsen" schmücken. Aktuell setzt sich Comeniuskoordinatorin Petra Wolle mit ihren Kollegen mit den Antragsformalitäten auseinander.

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Die Lehrerinnen Ina Lorenz, Steffi Borkenhagen, Heike Gäbler und Birgit Arloth (von links) von der Oberschule in Bad Düben gestalten im Rahmen des pädagogischen Tages ein Europaplakat.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Im Rahmen eines pädagogischen Tages informierte sie ihre 40 Kollegen über den Stand des Vorhabens.

Dort, wo ab Montag 425 Schüler Platz nehmen, saßen dieser Tage die 40 Lehrerinnen und Lehrer der Bad Dübener Oberschule. Zum Beginn des pädagogischen Tages begrüßte Schulleiter Matthias Schuster nicht nur die alteingesessenen Kollegen, sondern mit Katja Hintersdorf und Stefanie Matz auch zwei Neue in den Reihen der Dübener Lehrerschaft. Katja Hintersdorf kommt aus Söllichau und arbeitete zuvor an verschiedenen Schulen. Sie unterrichtet ab nächste Woche Englisch und Religion. Stefanie Matz, frisch aus dem Referendariatsjahr, verstärkt die Schule in den Fächern Geografie und Sport.

Dann hatte Comenius-Koordinatorin Petra Wolle das Wort. Sie arbeitete in den Ferien einen ganz besonderen Antrag aus. "Wir wollen uns um das Gütesiegel 'Europaschule Sachsen' bewerben. Ich habe ein Konzept erarbeitet, mit dem wir den Antrag einreichen wollen", so Wolle. Europa spielt in der Bad Dübener Schule schon immer eine wichtige Rolle. "Die europäische Dimension ist an unserer Schule gelebter Alltag und zieht sich durch alle Unterrichtsfächer und wird besonders im Neigungskurs Comenius bearbeitet", erklärte Wolle weiter.

Seit mehr als zwölf Jahren arbeitet die Einrichtung erfolgreich an Sokrates- und Comeniusprojekten, bietet den Schülern mit Austausch- und Sprachreisen die Möglichkeit, Englischkenntnisse anzuwenden und Länder kennenzulernen. Jedes Projekt stand seit dem unter einem anderen Fokus. Und so bestimmten Themen wie "Motivation durch Kommunikation", "Visionen europäischer Schulen" und "Energie ist unsere Zukunft" den Unterrichtsalltag. Alle diese Themen sind auch lehrplanbezogen. Mit dieser Vielfalt werden Schüler, Lehrer und Eltern motiviert und die Unterrichtsarbeit bereichert. Der Europagedanke wird praktisch umgesetzt und hilft, über den eigenen Tellerrand zu schauen.

"Einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Sprach- und Europakompetenz bietet der Fremdsprachenunterricht Englisch der Klassen 5 bis 10, Russisch als zweite Fremdsprache sowie die Beteiligung an Fremdsprachenwettbewerben und das Cambridge-Zertifikat, welches besonders begabten Schülern die Möglichkeit eines anerkannten höherqualifizierten Abschlusses gibt", weiß Wolle.

Neben zahlreichen Sprachreisen nach Wales, England und Schottland findet seit drei Jahren ein Schüleraustausch mit dem Gymnasium 37 in der russischen Metropole Jekaterinenburg statt. Seit mehreren Jahren beteiligt sich die Schule zudem an dem musisch-künstlerischen Projekt "20 Jahre Grieg in der Schule", das sich rund um das Leben des Komponisten Edvard Grieg aus Norwegen dreht. Aber nicht nur unterrichtsspezifische Themen gehören zum Europagedanken dazu, ebenso zählen die alljährlichen Comeniustreffen mit Schülern und Lehrern aus Litauen, Polen und Slowenien zum festen Bestandteil. "Die europäische Dimension zieht sich also wie ein roter Faden durch unser Schulleben. Er wird ständig erweitert, aktualisiert und vervielfältigt. Durch die positiven Erfahrungen mit Schülern, Eltern, Kollegen und Partnern sehen wir darin unsere Aufgabe, das interkulturelle Bildungs- und Erziehungskonzept an unserer Schule umzusetzen und mit Leben zu füllen", hofft Wolle auf Erfolg des Antrages.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.08.2013

bro

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