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Öko-Beirat wirbt für Fotovoltaik-Anlagen

Öko-Beirat wirbt für Fotovoltaik-Anlagen

Der Ökologische Beirat der Stadt Bad Düben tagt ab morgen jeden Monat einmal öffentlich. Ziel ist es, die Kurstädter an der weiteren Entwicklung der ökologische Kurstadt teilhaben zu lassen.

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Günter Dietzsch

Quelle: Nico Fliegner

Bad Düben. Dabei wollen die Akteure um Günter Dietzsch auch gezielt über neue Fördermöglichkeiten informieren, von denen vor allem Hausbesitzer seit Kurzem profitieren können.

Die Solarbranche in Deutschland befindet sich allgemein auf Talfahrt. Große Konzerne im benachbarten Anhalt-Bitterfeld mussten Insolvenz anmelden, auf dem Markt der Solarmodulhersteller tobt ein Preiskampf, der Bund hat die Förderung gedämpft. Aber eben nur gedämpft beziehungsweise fährt eine neue Strategie, die den Mitstreitern des Öko-Beirates durchaus entgegen kommt. Denn sie wollen, dass noch mehr Dübener auf alternative Energieformen wie Solar- und Fotovoltaik oder die Erdwärme setzen. "Es geht nicht mehr vordergründig um die Einspeisung von Strom, den man über seine eigene Anlage produziert, sondern um den Eigenverbrauch. Und dafür gibt es ein neues Förderprogramm", sagt Günter Dietzsch vom Öko-Beirat.

Wie der Bundesverband Solarwirtschaft informiert, können Betreiber von Solarstrom-Anlagen mit dem Einsatz von Speichern den Anteil ihres selbst genutzten Stroms deutlich erhöhen. Der Staat bezuschusst die Anschaffung von Batteriespeichern seit dem 1. Mai. Danach kann die Förderung pro Kilowattpeak Leistung der Fotovoltaik-Anlage bis zu 660 Euro betragen. Wie hoch die Förderung vom Staat zur Anschaffung des Speichers genau ausfällt, hängt dann von den Kosten des gewählten Batteriesystems und von der Größe der Solarstrom-Anlage ab. Die Förderung können Betreiber von solchen Solarstrom-Anlagen beantragen, die ab Januar installiert wurden und eine maximale Leistung von 30 Kilowatt haben. Zur Einordnung: Auf Ein- und Zweifamilienhäusern werden üblicherweise Anlagen mit einer Spitzenleistung von bis zu zehn Kilowatt angebracht. Wichtig ist: Die Förderung muss vor Anschaffung des Speichers beantragt werden.

"Das ist aus meiner Sicht das Sinnvollste, was es derzeit auf dieser Strecke gibt", sagt Günter Dietzsch. "Als Öko-Beirat wollen wir dafür werben und die Leute auf Wunsch informieren." Dies sei wie immer kostenlos für die Bürger der Stadt.

Durch Speicher können Betreiber von Solarstrom-Anlagen den Anteil des selbst verbrauchten, eigenerzeugten Solarstroms mehr als verdoppeln. Das lohnt sich für immer mehr Menschen, denn der Sonnenstrom vom eigenen Dach ist bereits heute deutlich günstiger als der Strom vom Energieversorger. In einem Einfamilienhaus mit einer Fotovoltaik-Anlage können Verbraucher in Kombination mit einem geförderten Batteriespeicher ihren Strombezug um bis zu 60 Prozent reduzieren, hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme errechnet. Laut Dietzsch gebe es mittlerweile auch immer mehr Fachfirmen, die entsprechende Angebote offerierten. "Da ist ein deutlicher Trend in diese Richtung erkennbar."

Dietzsch möchte die Dübener ermutigen, Anlagen mit Speicher zu errichten. Denn letztlich würde die Energiepreise weiter klettern und somit könne jeder, der auf Fotovoltaik setzt, auf lange Sicht Energie und Kosten sparen.

Über Details will der Öko-Beirat jederzeit Auskunft geben - schon morgen ab 19 Uhr im Rathaus, wenn das Gremium die erste Stunde öffentlich tagt. Jeder interessierte Bürger könne vorbeikommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.05.2013

Nico Fliegner

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