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Bad Düben Oh, wie süüüß: Baby-Experiment an Bad Dübens Oberschule
Region Bad Düben Oh, wie süüüß: Baby-Experiment an Bad Dübens Oberschule
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14:24 19.05.2015
Drei Tage Eltern auf Probe: Acht- und Neuntklässler in Bad Düben kümmern sich um Baby-Simulatoren. Quelle: Steffen Brost

Für drei Tage bekommen sie einen Babysimulator mit nach Hause. Die Puppe schreit, hat Hunger, die Windel ist voll, macht Bäuerchen: 24 Stunden Baby-Stress statt Party.

"Die Jugendlichen sollen zeigen, ob sie Verantwortung für ein Kind übernehmen können. Mit solchen Projekten wollen wir auch Teenagerschwangerschaften vermeiden", sagt Sozialarbeiterin Katja Schröder von der Oberschule.

Gespannt sitzen die Mamas und Papas auf Probe im Kreis und warten auf die Babys. Martina Fritzsche, Schwangerenberaterin im Landkreis, erklärt den Teenagern, was sie für die nächsten Tage alles wissen müssen. "Wir machen das Projekt schon seit etwa acht Jahre. Es hat vielen die Augen geöffnet. Manche waren sicher auch froh, dass sie nur vorübergehend einen Babysimulator hatten. Vielen haben wir damit auch die Augen geöffnet", so Fritzsche.

Dann ist es so weit. Die Babys kommen auf die Welt. "Oh, wie süüüß!" Eindeutig fällt die Reaktion in der Geburtsstunde aus. Doch kaum haben die Schüler ihre Kinder, müssen sie diese schon wieder abgeben. Wie bei einer echten Geburt wird das Baby gewogen, vermessen und erhält eine Geburtsurkunde.

Später halten die Probe-Eltern ihre Babys im Arm. Sie nennen sie Zoe, Karl, Finn oder Brady Maxim. "Mein Baby heißt Joyce. Bei diesem Projekt will ich Erfahrung im Umgang mit einem Kind sammeln. Ich gehe relativ locker in das Experiment", freut sich der 14-jährige Franz Seidel auf die Tage mit seiner Tochter auf Probe. Auch die 13-jährige Josephin Lochmann findet das Baby-Experiment spannend. "Ich freue mich auf die Erfahrungen, die ich machen kann und hoffe, dass ich danach noch genauso entspannt bin wie jetzt", so die Achtklässlerin.

Wer Karl, Zoe, Finn und Co. mit nach Hause nimmt, bekommt außer Tragetasche, Erstausstattung und Wickeltasche einen Babychip mit. Denn der Winzling ist eigentlich ein kleiner Computer mit dem Gewicht und den Maßen eines Neugeborenen. An seinem Rücken ist ein Sensor, der auf einen Chip anspricht, den die Schüler an einem Armband ständig bei sich tragen. Das bedeutet nachts aufstehen, mit einer schreienden Babypuppe im Bus fahren, im Supermarkt das unechte Baby füttern. Sollte es allerdings zu strapaziös werden, gibt es eine Notfallnummer. Am Ende des Projekts werden dann die Computeraufzeichnungen ausgewertet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.02.2015
Steffen Brost

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