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Ortsumgehung Wellaune: Bürgerinitiative schreibt Brief ans Ministerium

Lärm auf der B 2 Ortsumgehung Wellaune: Bürgerinitiative schreibt Brief ans Ministerium

Noch vor Jahresfrist hat die Bürgerinitiative in Wellaune ihre Ankündigung wahr gemacht und ein Schreiben an das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr geschickt. Ob das die Planungen für den Bau einer Umgehungsstraße voranbringt?

So soll sie mal aussehen – die Ortsumgehung Wellaune.

Quelle: LVZ

Wellaune. Noch vor Jahresfrist hat die Bürgerinitiative Wellaune ihre Ankündigung wahr gemacht und ein Schreiben bezüglich der Ortsumgehung an das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gerichtet. Zum einen nehmen die Wellauner Bezug auf ihre Gespräche in Dresden im Juni, bei denen unter anderem ein Vor-Ort-Termin vereinbart wurde. „Wir haben uns dahingehend einstimmig verständigt, dass es unbedingt wichtig und erforderlich wird, einen Termin in Wellaune zu organisieren, um mit Ihnen gemeinsam nochmals die große Bedeutung, die die Ortsumgehung für unsere Einwohner besitzt, zu erörtern“, heißt es in dem Schreiben, das an den Staatssekretär für Wirtschaft und Verkehr, Hartmut Mangold, und Abteilungsleiter Bernd Sablotny gerichtet ist.

Aktueller Anlass sind zudem verstärkte Befürchtungen, das Projekt Straßenbau und der geplante Hochwasserschutz könnten getrennt voneinander betrachtet werden. Die BI hatte aber stets darauf gedrängt, beide Maßnahmen im Zusammenhang zu sehen, „da die Ortsumgehung im Gebiet des zukünftigen gesteuerten Muldepolders Löbnitz liegt und der Neubau der Ortsumgehung hochwasserangepasst erfolgen soll“. Auch Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) geht davon aus, „dass das Geld nicht doppelt in die Hand genommen wird.“ Sie halte es für wenig hilfreich, wenn sich zwei Ministerien nicht einigen könnten, wie das Problem Polderbau/Straßenbau gemeinsam bewältigt werden könnte. Stadtrat Gisbert Helbing (CDU) hatte erst beim jüngsten Treffen darauf hingewiesen, dass er bei den Gesprächen in Dresden wiederholt den Eindruck gehabt hätte, dass beide Behörden unterschiedliche Herangehensweisen hätten, was die Behandlung des Themas beträfe. Auf mehrere Nachfragen habe es aber keine eindeutigen Aussagen gegeben.

Im Landratsamt Nordsachsen hat man die Bedenken der Wellauner sehr wohl vernommen, geht aber schon davon aus, dass beide Projekte gemeinsam koordiniert werden. Ein für diesen Donnerstag geplanter Termin mit Sablotny und Mangold war kurzfristig wegen Terminproblemen geplatzt. „Es findet nun Anfang Januar statt“, so Sprecher Rayk Bergner.

In dem Schreiben, das nach Dresden gesendet wurde, gehen die BI-Mitstreiter um Gisela Jäschke davon aus, „dass bis zur Bestätigung des neuen Bundesverkehrswegeplanes der gegenwärtig gültige die Aktivitäten des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr nicht beeinträchtigt und nach Abschluss der Vorplanung mit dem Planfeststellungsverfahren begonnen wird. Einen Stillstand auf Grund von verwaltungstechnischen Verzögerungen würden unsere Bürger nach all den Jahren und den unzähligen Versprechungen von Verantwortlichen nicht verstehen.“ Entsprechende Signale aus dem Ministerium hatte es bereits gegeben.

Offizielle Ergebnisse des im Sommer erstellten Verkehrs-Gutachtens liegen derzeit nicht vor. Im Ergebnis dessen sollte geklärt werden, ob die Tempo-30-Begrenzung in der Nacht noch kommt oder nicht. Ein Jahr ist es her, dass das Landratsamt Nordsachsen diese Maßnahme genehmigte, kurz darauf aber vom Landesamt überstimmt wurde. Die BI pocht indes längst nicht mehr auf das Tempo-Limit, auch aus Angst davor, dass Zwischen- zu Endlösungen werden könnten. „Wir wollen die Ortsumgehung“, so Gisela Jäschke unbeirrt. Das Aufstellen von zwei Geschwindigkeits-Tafeln ist mittlerweile erfolgt. Und ein gewisser Erziehungs-Effekt bei Autofahrern schon zu beobachten, so Jäschke.

Von Kathrin Kabelitz

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