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Bad Düben Ortsumgehung für Bad Düben: Stadt pocht auf Dringlichkeit
Region Bad Düben Ortsumgehung für Bad Düben: Stadt pocht auf Dringlichkeit
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12:46 04.05.2016
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Bad Düben

 Geht es um den aktuellen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans, stehen in der Region vor allem zwei Vorhaben im Fokus: die Ortsumgehung B 2 in Wellaune und die B 87 n. Doch unabhängig von diesem ist ein weiteres ins Bewusstsein speziell der Bad Dübener gerückt – die B 183, Ortsumgehung Bad Düben. Denn auch der 2,9 Kilometer zweistreifige Neubau, der die Kurstadt östlich des Siedlungsrandes umgeht, steht im vordringlichen Bedarf des Papiers, das Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgestellt hatte.

Die rote Linie deutet den ungefähren Verlauf der geplanten Ortsumgehung für Bad Düben an. Diese verbindet die B 183 zwischen Bad Düben und Görschlitz mit der B 2 an der Windmühle Bad Düben (Hammermühle). Die Kleinstadt würde somit im Osten umfahren. Quelle: Grafik: Patrick Moyé/Stepmap

Rund 13,6 Millionen Euro sind für den Abschnitt zwischen den Bundesstraßen 2 und 183 bisher veranschlagt. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis stufen die Verkehrsexperten als vergleichsweise hoch ein. Zudem komme dem Projekt eine hohe städtebauliche Bedeutung zu. Denn: Die bestehende B 183 führt direkt und im Richtungsverkehr durch die Altstadt von Bad Düben. Ein Ausbau der Straßen ist in diesem Bereich nicht möglich und auch dringend notwendige Lärmschutzmaßnahmen sind nicht realisierbar. Mit der Ortsumgehung sei es zudem möglich, dass Unfallrisiken minimiert werden. Derzeit sind noch Unfallhäufungsstellen im Verknüpfungsbereich mit kommunalen Straßen zu verzeichnen. Weitere Vorteile: Der Fernverkehr in Nord-Ost-Richtung wird auf der Ortsumfahrung gebündelt. Wer Bad Düben passieren will, spart außerdem Reisezeit ein. Nicht ganz unwichtig wäre die Realisierung des Bauvorhabens auch für das Kurgebiet. Die neue Straße würde die Gustav-Adolf-Straße entlasten, die am Kurpark mit Kurhaus vorbeiführt und das Waldkrankenhaus erschließt.

Welche Trasse die künftige Straße mal nehmen wird, steht noch nicht fest. Laut aus der naturschutzfachlichen Sicht zu betrachtenden Vorzugsvariante umgeht das Neubauprojekt Bad Düben östlich am Siedlungsrand. Es quert Ackerflächen im Siedlungsbereich sowie offenes, leicht bewegtes Ackerland, teilweise Grünland. Mit der Umgehungsstraße erhält das Gebiet eine größere Distanz zum Durchgangsverkehr. Erhebliche Beeinträchtigungen seien demnach unwahrscheinlich.

Eine Einstufung in den vordringlichen Bedarf bedeutet allerdings noch keinen sicheren Baubeginn, sondern heißt lediglich, dass die aufgeführten Projekte große Verwirklichungschancen haben – sofern Baurecht besteht und die Finanzierung gesichert ist. Und dabei steht das Vorhaben – selbst wenn es im endgültigen Plan verankert wird – noch weit vor der Realisierung.

Die Stadtverwaltung Bad Düben jedenfalls hat die Dringlichkeit beider Projekte – also Wellaune und Bad Düben – in Stellungnahmen untermauert. Gelegenheit dazu war seit 21. März, als die Öffentlichkeit aufgerufen war, am Entscheidungsverfahren im Internet teilzunehmen. Diese Frist ist jetzt abgelaufen. Unter www.bvwp-projekte.de können Interessierte aber weiterhin Einsicht in das Projektinformationssystem nehmen, das Informationen zu Linienführung, Streckenlänge, Umweltbelangen, Alternativ-Prüfungen, Verkehrsbelastungen oder raumordnerische Beurteilungen zu den rund 2000 bundesweiten Projekten bereithält. Die Öffentlichkeitsbeteiligung wird jetzt ausgewertet. Erst dann folgt die endgültige Fassung der Bundesregierung.

Von Kathrin Kabelitz

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