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Bad Düben Pädagoge auf vier Beinen – Schulhund Rudi ist der neue Liebling an Dübener Grundschule
Region Bad Düben Pädagoge auf vier Beinen – Schulhund Rudi ist der neue Liebling an Dübener Grundschule
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00:21 01.09.2017
Klassenlehrerin Kristin Geßner und Schulhund Rudi vor der Klasse 4c. Zwischendurch darf der Vierbeiner auch mal sein Können unter Beweis stellen. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Rudi heißt der Liebling in der Bad Dübener Heide-Grundschule. Rudi hat ein glattes Fell, eine feuchte Schnauze und vier Beine. Er ist der neue Pädagoge auf vier Pfoten. Seit diesem Schuljahr gehört der Hund zum Team. Und alle sind begeistert vom zweijährigen Mischling. Kristin Geßner, Klassenlehrerin der 4c, holte den Vierbeiner aus dem Tierheim Laue. „Ich wollte privat immer einen Hund. Rudi habe ich schon als jungen Welpen gesehen und mich sofort in ihn verliebt“, sagte die Lehrerin. Geßner besuchte mit Rudi die Hundeschule. Dort erkannte man sein außergewöhnliches Potenzial: „Man riet mir, ihn zum Schul- oder Servicehund ausbilden zu lassen“.

Ausbildung dauert ein halbes Jahr

Ein halbes Jahr dauerte die Ausbildung. Dann sprach sie Schulleiterin Sylvia Krause an. Die war sofort Feuer und Flamme. Aktuell gibt es in Sachsen nur zwei ausgebildete Schulhunde. „Sie haben eine besondere Wirkung auf Schüler. So lernen die Kinder, die mit dem Hund respektvoll umgehen, auch einen respektvollen Umgang untereinander. Genauso ist es mit der Rücksichtsnahme“, weiß die Schulleiterin. Sein Aufgaben- und Wirkungsbereich ist vielfältig. Schulhunde können und sollen die Arbeit des Lehrers sinnvoll und effektiv unterstützen. Sie können emotionale und soziale Kompetenzen trainieren, locken unsichere Kinder aus ihrer Isolation und verbessern das Klassenklima. Ein Schulhund fördert auch das Verantwortungsgefühl. Beispielsweise werden für die Schüler Aufgabenlisten erstellt, wie Fütterung, Pflege, und Wasserdienst.

Einmal in der Woche in der Schule

Rudi besucht einmal pro Woche die Schule. Ist er routinierter, soll das auf drei Mal ausgeweitet werden. Hier hat er auch ein Rückzugsgebiet. „Ansonsten sitzt er während unterm Lehrertisch oder läuft in der Klasse herum. Er hat ein Gespür dafür entwickelt, wenn Kinder ihn brauchen. Dann steht er einfach da und versucht, mit seiner Art dem Kind beizustehen“, erklärt Kristin Geßner. Schulleiterin Sylvia Krause hofft, dass sich das Verhalten vieler Kinder ändert. Rudi hat seine eigenen Regeln und die sind im Schulhaus präsent. Rudi erklärt dabei, was er mag und was nicht. Er mag zum Beispiel keinen Lärm und kein Herumgerenne, Kommandos will er nur von einer Person und gestreichelt nur von zwei Kindern aufeinmal. Und wenn er in seine Box geht, will er seine Ruhe haben.

Rudi beherrscht schon kleine Kommandos

Doch Rudi fühlt sich in der Klasse wohl. Beherrscht sogar kleine Kommandos wie „High Five“, „Touch“, „Sitz“, „Fuß“ oder „Männchen“. Jede Woche hat ein anderer Schüler Hundedienst – Wasser hinstellen, mal einen Verband anlegen oder die Hundeohren reinigen. Für Sylvia Krause hat sich in schon jetzt viel getan. „Wir merken, dass viel mehr Rücksicht genommen wird. So wie unsere Schüler zum Hund sind, sind sie auch miteinander. Ich verspreche mir hier noch ganz viele positive Effekte im Laufe des Schuljahres.“



Von Steffen Brost

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