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Bad Düben Persönlichkeiten aus Bad Düben im Blickpunkt
Region Bad Düben Persönlichkeiten aus Bad Düben im Blickpunkt
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17:05 19.05.2015
Hans-Joachim Böttcher überreicht ein Exemplar Museumschefin Yvette Steuer. Quelle: Nico Fliegner

Das Buch wird der langjährige Denkmalpfleger des Kreises, der mittlerweile im Ruhestand ist, am Freitag ab 19 Uhr im Naturparkhaus (Eintritt frei) vorstellen.

In dem von der Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung herausgegebenen Buch werden "mehr oder weniger bedeutende Persönlichkeiten beleuchtet, die in der Dübener Heide geboren wurden, starben oder eine gewisse Zeit ihren festen Wohnsitz hatten", wie der Literaturförderverein der Dübener Heide mitteilte. Ausgewählt wurden 235 Personen, die als Schriftsteller, Dichter, Komponisten und Kunstmaler von sich reden machten, also ein künstlerisch-wissenschaftliches Werk der Nachwelt hinterließen. "Nur den Raum des heute im Landkreis Nordsachsen liegenden Heidegebietes betrachtend, waren das Männer und Frauen, die bedingt durch die städtischen sozialen Strukturen" in der Region lebten, so der Verein in einer Mitteilung.

"Seit 2011 habe ich intensiv daran gearbeitet", erzählte der 65-Jährige im vorigen Jahr, als er dem Dübener Museum ein Exemplar überreichte. Dazu wälzte er Bücher und bediente sich in den Kirchenarchiven. Der allergrößte Teil der Menschen, die in dem Buch eine Rolle spielen, kommen aus Torgau, Eilenburg, Kemberg und Gräfenhainichen. Aus gutem Grund. Denn diese Städte waren in den vergangenen Jahrhunderten "intellektuelle Hochburgen", so Böttcher. Dort habe es kirchliche und staatliche Ämter gegeben, "dort war eine ganz andere intellektuelle Schicht da".

Am Freitag sollen aber vorrangig Kurzbiografien von Menschen vorgestellt werden, die in Bad Düben lebten. Dazu gehört die Ende des 17., Anfang des 18. Jahrhunderts eine Ausnahmeerscheinung darstellende christliche Poetin Barbara Elisabeth Schubart. Aber auch an den heute ebenfalls fast vergessenen Journalisten und Schriftsteller Hermann Kötzsche werde erinnert.

Wie Naturparkhaus-Leiter Torsten Gaber sagte, ist der Abend die Fortsetzung einer Reihe im Naturparkhaus, in denen Autoren und Schriftsteller aus der Region ihre Werke vorstellen. Den Auftakt machte bereits Autor und Kritiker Erhard Rutz mit seiner Novelle "Nichts, was am Ende bleibt".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.05.2013

Nico Fliegner

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