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Bad Düben Pfarrer Andreas Ohle (31): Sein Kühlschrank ist immer gut gefüllt
Region Bad Düben Pfarrer Andreas Ohle (31): Sein Kühlschrank ist immer gut gefüllt
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14:23 19.05.2015
Pfarrer Andreas Ohle und seine Schäferhündin Luna sind ein unzertrennliches Team. Quelle: Steffen Brost

Seit einem Jahr ist der heute 31-Jährige Pfarrer im Kirchspiel Authausen. "Ich habe in den vergangenen Monaten so oft wie möglich versucht, mich umzusehen, wollte wissen, wie wo was läuft. Aber hier anzukommen, war überhaupt kein Problem. Ich hatte von Anfang an immer das Gefühl, dass wir uns gesucht und gefunden haben", erzählt Ohle.

Der junge Mann ist oft und gern in seiner Gemeinde unterwegs. Besucht Leute, gratuliert zu Geburtstagen. "Die Menschen machen sich Sorgen um mich. Vor allem die Älteren fragen immer mal nach, ob ich im Pfarrhaus allein zurecht komme, ob ich genug zu essen habe und wer bei mir sauber macht. Das sind hier alles ganz liebe Menschen", so Ohle und bekräftigt, dass man sich um seine Person nicht sorgen brauche. Der Kühlschrank sei immer gut gefüllt und auch die Wohnung sieht sauber aus.

Doch jede Pfarrstelle hat auch nicht so schöne Aufgaben. So mag der 31-Jährige nicht die baulichen Dinge, die anstehen. Ohle bezeichnet sich nicht als Fachmann, und die Bausachen kosten Kraft und Zeit. Trotzdem hat er in dem einen Jahr eine Vielzahl von Veranstaltungen auf die Beine gestellt und Projekte für Jugendliche organisiert. "Ich arbeite mit dem örtlichen Angelverein zusammen. Einen Angeltag haben wir gemeinsam organisiert. Der war richtig toll. Das Projekt wollen wir ausbauen und in diesem Jahr vielleicht zwei anbieten", plant der Pfarrer. Genauso läuft das mit den Jugendfreizeiten. Im kommenden Jahr geht es mit der Partnergemeinde Billertshausen in Hessen in die Schweiz. Aber auch regelmäßige Kaffeenachmittage und Kinoabende standen auf der Liste des Kirchenmannes. Doch nicht alles entpuppte sich als tolles Angebot. Gerade bei den Kinoabenden hatte sich Ohle mehr Resonanz erhofft. Jetzt plant der umtriebige Pfarrer mal eben ein Sommerkino in der Steinerkeide, eine Kremserfahrt für die Senioren und eine Tagestour mit dem Bus. Doch die für Ohle größte Errungenschaft war die Änderung des Unterrichts für die Konfirmanden. Normalerweise fand der immer alle zwei Wochen im Pfarrhaus statt. Gemeinsam mit dem Krostitzer Pfarrer Friedemann Krumbiegel wurde ein neues Projekt entwickelt. Der Unterricht findet nun alle zwei Monate von Freitag bis Sonntag abwechselnd in Krostitz und Authausen statt.

Auch privat fühlt er sich in der kleinen Gemeinde wohl. Er hat sich eine altdeutsche Schäferhündin namens Luna angeschafft und einen Garten angelegt. Leider musste er einem Hobby absagen. Der geliebte Boxsack des ehemaligen Boxers passt nicht ins Pfarrhaus. Zu schwer. "Die 70 Kilo hält die alte Decke im Haus wohl nicht mehr aus. So bleibt das gute Stück im Schuppen."

Für sein zweites Jahr hat Ohle schon konkrete Vorstellungen. Da es die junge Gemeinde nicht mehr gibt, sollen die Jugendlichen auch über die Konfirmation hinaus gebunden werden. Wie, das will er sich noch überlegen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.03.2015
Von Steffen Brost

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