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Pfusch am Bau? Bad Dübens Burgturm muss das zweite Mal saniert werden

Notsicherung Pfusch am Bau? Bad Dübens Burgturm muss das zweite Mal saniert werden

Der Burgturm der Stadt Bad Düben ist eingerüstet. Kein gutes Zeichen. Denn erst Mitte der 1990er Jahre hatte die Stadt umfangreich in das Wahrzeichen der Stadt investiert. Jetzt könnte es erneut Schaden nehmen. Das Wahrzeichen muss dringend saniert werden.

Der Burgturm ist eingerüstet. Noch steht nicht fest, wann die Bauarbeiter anrücken.

Quelle: Wolfgang Sens

Bad Düben. Der eingerüstete Burgturm verheißt nichts Gutes. „Wir haben insbesondere an der Nord- und Westseite schwerwiegende Probleme. Nachdem wir in Sachen Holzschutz und Statik im Januar zwei Gutachter vor Ort hatten, wurde uns die Notsicherung dringend angeraten“, sagte Markus Krisch, Mitarbeiter Hoch- und Tiefbau im Bad Dübener Rathaus.

Insbesondere im Norden und Westen müsse das Fachwerk sehr umfangreich erneuert werden. Dabei seien gerade diese beiden Wände erst Mitte der 1990er Jahre saniert worden. Offensichtlich unsachgemäß. Anders als beim Amtshaus, so ergänzte Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG), bei dem nach der Sanierung der Dachgeschossdecke durch die gleiche Firma ebenfalls Probleme auftraten, könne man beim Burgturm nach einer so langen Zeit nun nichts mehr über Gewährleistung regeln.

Die Stadt bleibt damit auf den Kosten sitzen. Die genaue Höhe kann derzeit noch nicht beziffert werden. Steht die benötigte Geldsumme fest, im Moment sind erst einmal 130 000 Euro im Haushaltsentwurf 2016 veranschlagt, wird die Stadt auf jeden Fall auch Mittel aus dem Denkmalschutz beantragen. Zudem kommt hier prinzipiell auch das Förderprogramm „Attraktive Stadt und Ortsteilzentren“ (SOP) in Betracht, bei dem sich Bund und Land mit je einem Drittel der Kosten an den Investitionen beteiligen. Dafür wiederum hatten die Stadträte jüngst den Weg freigemacht. Eine endgültige Entscheidung, ob Bad Düben mit einem Gesamtvolumen von vier Millionen Euro in das bis 2024 laufende Förderprogramm aufgenommen wird, fällt im März. Der Burgturm ist aber auf jeden Fall in dem Programmantrag als Maßnahme zusammen mit dem Burgberg und Amtshaus aufgelistet.

Von Ilka Fischer

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