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Bad Düben Pilzsammler aufgepasst: Xavier hat in den Wäldern Nordsachsens Bäume umgefegt
Region Bad Düben Pilzsammler aufgepasst: Xavier hat in den Wäldern Nordsachsens Bäume umgefegt
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09:53 10.10.2017
Im Wald zwischen Laußig und Görschlitz hat Sturmtief Xavier mächtige Kiefernbäume entwurzelt. Quelle: Nico Fliegner
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Nordsachsen

Das Sturmtief Xavier, das vorigen Donnerstag übers Land fegte, hat in den Wäldern Nordsachsens etliche Bäume zu Fall gebracht. Das bilanzierte jetzt der Staatsbetrieb Sachsenforst.

Dr. Gebhard Baronius, Leiter des Staatsforstbetriebes. Quelle: Kristin Engel

Der Forstbezirk Taura ist zuständig für ein Gebiet, das sich auf eine Gesamtfläche von 1770 Quadratkilometern Fläche erstreckt. In ihm liegen die Städte Delitzsch, Bad Düben, Eilenburg, Dommitzsch, Torgau, Belgern, Schildau und Dahlen. Über die Sturmschäden in der Region sprachen wir mit Dr. Gebhard Baronius, Leiter des Staatsforstbetriebes.

Herr Baronius, welche Schäden hat das Sturmtief in den nordsächsischen Wäldern angerichtet?

Wir schätzen zirka 5000 Festmeter Wurf- und Bruchholz im gesamten Forstbezirk, davon 2000 Festmeter im Staatswald und 3000 Festmeter im Privat- und Körperschaftswald.

Welche Revierbereiche sind besonders betroffen?

Der Sturm hat überwiegend Einzelwürfe und -brüche verursacht. Diese verteilen sich ziemlich gleichmäßig auf alle Reviere. Da die Laubbäume die Blätter noch nicht abgeworfen haben, sind auffällig viele Laubbäume betroffen, die sich bei üblichen Herbst- und Winterstürmen ab November als stabil erweisen.

Wann beginnt die Schadensbeseitigung und was passiert mit dem Bruchholz?

Die Waldarbeiter sind gerade mit zwei forstbezirkseigenen Schleppern unterwegs, um die Waldwege freizuräumen und die Wildschutzzäune zu reparieren. Durch die gleichmäßige Verteilung der Schäden ist das in allen Revierteilen nötig und wird noch einige Tage dauern. Außerdem muss die Verkehrssicherheit an öffentlichen Straßen überprüft werden. Durch den vereinzelten Anfall wird das Holz im Staatswald überwiegend von den zuständigen Revierleitern als Brennholz verkauft werden.

Können Pilzsammler und andere Besucher in den Wald oder ist derzeit eher noch Vorsicht geboten?

Die Waldbesucher sollten auf angeschobene Bäume und abgebrochene Äste im Kronenraum, insbesondere im Laubholz, achten und diese Bereiche meiden. Auch hochgeklappte Wurzelteller sind sehr gefährlich. Unter diesen Maßgaben sind Waldbesuche bei ruhigem Herbstwetter möglich. Bei starkem Wind sollte man vorsichtiger sein. Das Betreten des Waldes erfolgt immer auf eigene Gefahr.

Von Nico Fliegner

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