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Planungen für Umbau des alten Dübener Gymnasiums laufen

Evangelisches Schulzentrum Planungen für Umbau des alten Dübener Gymnasiums laufen

Der Start nach den Herbstferien erfolgte für die Fünftklässler des Evangelischen Schulzentrums in Bad Düben etwas ungewöhnlich. Denn statt wie bisher die Räume in der Grundschule anzusteuern, hieß das neue Ziel Pfarrgarten. Dort steht das Domizil, in dem sie bis zum erfolgten Umbau des ehemaligen Gymnasiums lernen. Dieser soll im Sommer 2017 beginnen.

Die Fünftklässler lernen die nächsten zwei Jahre in diesen Containern – auch Gartenhaus genannt.

Quelle: Rainer Gottwald

Bad Düben. Beim Gang in ihr Klassenzimmer biegen die Fünftklässler des Evangelischen Schulzentrums in Bad Düben seit Kurzem in den Pfarrgarten nahe der Grundschule ab. Zwischen Bäumen und Rasen-Grün steht ein flacher Container-Bau. Eine Schule auf Zeit. Für rund zwei Jahre wird das „Gartenhaus“, wie es mittlerweile heißt, das Domizil für die weiterführenden Klassen sein. Eingelebt haben sich die Fünftklässler schnell. Nun haben die Großen ihr eigenes Reich. Es gibt fünf Räume, zwei werden als Klassenzimmer genutzt. Zudem ist Platz für Freiarbeit, Musikraum, Lehrer. Und es gibt eine Waldlichtung, in die nur Schüler Zutritt haben. 47 Oberschüler und Gymnasiasten sind es, die seit August in Dübens neuer Bildungseinrichtung lernen.

Schon über 30 Anmeldungen

Noch gilt der Begriff neu. Schulteam und Trägerverein aber sind längst auf dem Weg, die Einrichtung fest zu etablieren. Der jüngste Elternabend für das neue Schuljahr stieß auf große Resonanz: „Es gibt schon über 30 Anmeldungen“, sagt Schulleiterin Cordula Nowack.

Ab dem Schuljahr 2017/2018 soll es zwei neue 5. Klassen geben. Das heißt auch, die jetzigen Fünft- sind die künftigen Sechstklässler. Was neue Fächer mit sich bringt und die Suche nach Fachlehrern in Gang setzt. „Vor allem, was Naturwissenschaften und Sprachen betrifft“, so Trägervereins-Chef Gisbert Helbing. Als zweite Fremdsprache soll neben Englisch künftig Spanisch angeboten werden. Parallel zum Schulbetrieb wirft ein Groß-Ereignis seine Schatten voraus. Am 21. Januar sind die Fünftklässler die Hauptakteure beim Familienkonzert im Leipziger Gewandhaus. Zweimal waren Dübener Grundschüler schon bei der mehrmals im Jahr stattfindenden Veranstaltung dabei. Mitte November, wenn die Lesenacht für alle Mädchen und Jungen des Schulzentrums ansteht, startet das Projekt.

Baustart im Sommer

Ganz andere Pläne wälzt der Trägerverein derzeit bezüglich des geplanten Umbaus des ehemaligen Gymnasiums in der Durchwehnaer Straße. Im Sommer soll das Ganze starten. „Die Planungen sind soweit fertig. Der Architekt hat die Schularchitektur den Erfordernissen angepasst, die sich aus dem Lehrplan und den Ideen zu einem offenen Raum-Konzept ergeben“, sagt Gisbert Helbing. Letzte Anregungen holten sich Verein und Architekt Marco Stelzel auf einer Bildungsfahrt, die im September rund 20 Dübener, darunter Bürgermeisterin und Stadträte, nach Herford und Wolfsburg führte.

Anfang des Jahres soll der Bauantrag eingereicht werden. „Unser Plan ist, dass im Sommer 2017 der Umbau beginnt.“ Helbing zeigt sich dabei ganz optimistisch: „Wir sind sicher, dass wir das in maximal zwei Jahren schaffen.“ Heißt: Mit dem Schuljahr 2019/20 lernen alle Schüler des Evangelischen Schulzentrums im modern gestalteten Objekt. Der nächste entscheidende Schritt steht in Sachen Finanzierung an – die Verhandlungen mit der Bank. Genaue Zahlen gibt es noch nicht, aber dass es ein Millionen-Projekt wird, zeichnet sich längst ab. „Natürlich sind wir optimistisch, dass alles klar geht und wir unser Konzept umsetzen können. All das wird sich in den nächsten acht Wochen entscheiden.“ Pläne, die einheimische Wirtschaft anzusprechen, verfolgt der Trägerverein weiter. „Damit sind zum einen konkrete Projekte gemeint, also beispielsweise, was die Ausstattung von Fachräumen betrifft, aber auch die Bereitstellung von Stipendien.“ Diese ermöglichen Kindern, deren Eltern das monatliche Schulgeld nicht zahlen können, dass sie dennoch das Schulzentrum besuchen können. Dafür sei extra ein Schulgeldfonds eingerichtet worden.

Von Kathjrin Kabelitz

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