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Bad Düben Platz für Stiefelwäsche und Absauganlage: Tiefenseer kriegen neues Feuerwehr-Haus
Region Bad Düben Platz für Stiefelwäsche und Absauganlage: Tiefenseer kriegen neues Feuerwehr-Haus
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22:40 28.08.2015
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Bad Düben

Ein klares donnerndes "Ja" hatte zuvor der Tiefenseer Stadtteilwehrleiter Tino Borisch auf die Frage: "Wollt Ihr das Haus genau so?" von Linken-Stadträtin Birgit Dilly gegeben. Zum entsprechenden Tagesordnungspunkt "Umbau und Erweiterung Feuerwehrgerätehaus Tiefensee", der aber de facto einem Neubau gleichkommt, hatte zuvor CDU-Stadtrat Harald Paak in seiner Funktion als Architekt das Vorhaben vor vielen Tiefenseer Kameraden, aber vor nur zehn anwesenden Stadträten erläutert. So fehlte beispielsweise die Fraktion Bündnis SPD und Bürgerkreis komplett.

Danach werden die 26 aktiven Kameraden sowie die fünf Jugendlichen nicht nur erstmals Umkleide- und Sanitär- bereiche haben. "Vor allem", so Paak, "können die beiden Fahrzeuge dann erstmals nebeneinander und damit wie vorgeschrieben abgestellt werden." Feuerwehr-Geschichte wird der Kaminofen sein, der teilweise in Schichten befeuert werden muss. Zudem werde es auch die geforderte Notbeleuchtung, eine Absauganlage und eine Stiefelwäsche geben. "Bauliche Mängel, wie die an der Elektrizität werden ebenso behoben, eine moderne Heizungsanlage wird installiert", so der Architekt weiter.

Damit kommt dennoch eine in mehreren Entwürfen abgespeckte Variante zum Tragen. Mit dieser würden aber, und darauf wurde mehrfach hingewiesen, alle Forderungen der Unfallkasse Sachsen oder auch in Sachen Brandschutz erfüllt. Zudem würden dank Wärmeschutz und neuer Heizungsanlage die Betriebskosten reduziert. "Der obere Bereich wird mit Ytong-Steinen gebaut, die untere Etage bekommt einen Vollwärmeschutz", so Paak.

Kritische Stimmen oder Zweifel an der Notwendigkeit dieser Investition wurden, anders als teilweise im Vorfeld, an diesem Abend nicht laut. Insgesamt fließen damit 524000 Euro in den Tiefenseer Standort. Die Stadt kann auf rund 190 000 Euro Fördermittel zurückgreifen. Hoffnungen auf einen Zuschuss von 275 000 Euro hatten sich zerschlagen. Gisbert Helbing (CDU) gab zu, dass er über die hohe Investitionssumme erschrocken sei. "Aber es ist transparent und gut kommuniziert worden." Stadt und Feuerwehrleute würden ihren Anteil tragen. Egon Lauf (Freie Wählergemeinschaft) formulierte es so: "Ich finde es toll, dass sich die Kameraden mit Eigenleistungen einbringen." Konkret geht es um 15 000 Euro, womit sich der städtische Anteil von 334 000 Euro auf 320 000 Euro reduziert. Eine Alternative sahen die Stadträte trotz angespannter Kassenlage jedenfalls nicht. Birgit Dilly brachte es so auf dem Punkt: "Spätestens seit dem Hochwasser wissen wir, wie wichtig die Stadtteilwehren auf der anderen Seite der Brücke sind."

Da sich der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Schnaditz auf der Zielgerade befindet, haben beide Stadtteilwehren demnächst sehr gute Bedingungen. In Schnaditz werden in dem Komplex, der auch das dortige Bürgerhaus umfasst, rund 630 000 Euro investiert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.08.2015
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