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Bad Düben Polizei beendet Such-Aktion nach angeblich vermisstem Mädchen in Bad Düben
Region Bad Düben Polizei beendet Such-Aktion nach angeblich vermisstem Mädchen in Bad Düben
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10:32 15.03.2018
Am Heide Spa in der Bitterfelder Straße liefen die Polizeimaßnahmen zusammen. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Für Angst und Unruhe hat Mittwochabend ein großer Polizeieinsatz in Bad Düben gesorgt, der sich bis spät in die Nacht hinzog. Etwa gegen 17 Uhr hatte sich eine 14-jährige Anruferin bei der Polizei gemeldet und gab an, dass sie nahe des Kurparkes ein kleines Mädchen, das schätzungsweise sechs oder sieben Jahre alt war, gesehen hatte, schildert Katharina Geyer, Pressesprecherin der Polizeidirektion Leipzig. Das Kind sei von einem Mann verfolgt worden. „Kurze Zeit später vernahm die Zeugin Hilfeschreie aus der Richtung des kurz zuvor gesehenen Mädchens. Leider hat die Zeugin das Mädchen zu diesem Zeitpunkt aus den Augen verloren und konnte deswegen nicht feststellen, ob es von dem Mann gepackt oder irgendwie bedrängt wurde. Zuhause erzählte sie ihren Verwandten davon. Die rieten, die Polizei darüber in Kenntnis zu setzen“, so Geyer weiter.

Der Polizeihubschrauber war bei der Suche im Einsatz.   Quelle: Archiv

Zahlreiche Polizeikräfte aus Eilenburg und später aus Delitzsch und Leipzig starteten eine Suchaktion in der Kleinstadt. „Ob in solchen Fällen eine Vermisstenanzeige vorliegt oder nicht, wir werden sofort tätig. Oftmals merken Eltern auch erst später, dass Kinder fehlen“, sagt Eilenburgs Revierleiter Harald Schmich, zu dessen Einzugsgebiet Bad Düben gehört.

Keine Hinweise auf Entführung

Während Polizeibeamte nahe des Kurparkes eine Suchaktion durchführten, unterstützte ein Polizeihubschrauber aus der Luft die Suche mit einer Wärmebildkamera. Fast zwei Stunden, nur unterbrochen von einer kurzen Pause, drehte der Hubschrauber eine Runde nach der anderen – bis gegen 22.30 Uhr. Am späten Abend erfolgte noch eine intensive Suche durch Polizisten der Leipziger Bereitschaftspolizei im Kurpark. Diese verlief ohne Ergebnisse.

Harald Schmich, Revierleiter in Eilenburg Quelle: Wolfgang Sens

Gegen halb zwei in der Nacht zum Donnerstag wurde die Suchaktion vor Ort abgebrochen. Auch am Donnerstagmorgen gab es keinerlei Hinweise auf eine eventuelle Entführung oder sonstige Delikte. Auch eine landesweite Überprüfung von Vermisstenfällen habe keine weiteren Erkenntnisse auf die Aktion in Bad Düben gebracht, informiert die Polizeisprecherin. „Während der Vernehmung der Zeugin konnten auch keine glaubhaften Hinweise, die auf eine mögliche Entführung schließen konnten, festgesellt werden.“ So werde es im Laufe des Donnerstags „keine weiteren Ermittlungen oder Einsätze geben“, so Polizeisprecherin Katharina Geyer weiter.

In den sozialen Medien wie Facebook überschlugen sich derweil die Reaktionen auf den Polizeieinsatz in der Kurstadt. Da war unter anderem von einer Entführung eines Kindes an der Heide-Grundschule die Rede. Der eine Nutzer will etwas von einem sieben-, andere von einem achtjährigen vermissten Mädchen gehört haben – alles nur Spekulationen, nichts davon entspricht den Tatsachen.

Das sagt die Schulleiterin

Sylvia Krause, Schulleiterin der Bad Dübener Heide-Grundschule, kann über solche Nachrichten von irgendwelchen Leuten nur mit dem Kopf schütteln. „Wir haben natürlich die Anfangssituation sehr ernst genommen und gemeinsam mit der Polizei die Eltern abtelefoniert. Da kein Kind vermisst wurde, konnten wir dann die Sache auf sich beruhen lassen“, so die Schulleiterin.

Von Steffen Brost

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