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Bad Düben Pressel erneuert Partnerschaft mit Villossange
Region Bad Düben Pressel erneuert Partnerschaft mit Villossange
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17:16 19.05.2015
Villossanges Bürgermeister Jean-Luc Lechapelain, die Vorsitzenden der jeweiligen deutsch-französischen Vereine Laurent Battut und Siegfried Törl sowie Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider (von links) nach der Unterzeichnung. Quelle: Steffen Brost

Das Örtchen mit 300 Einwohnern liegt rund 1400 Kilometer westlich von Pressel in der Nähe von Clermont Ferrand, mitten im französischen Zentralmassiv. Alle zwei Jahre besuchen sich die Gemeinden. Die aktuelle Visite war eine besondere.

"Wir wollten unseren 1993 geschlossenen Partnerschaftsvertrag nocheinmal unterzeichnen", sagte Siegfried Törl, Vorsitzender des Deutsch-Französischen Partnerschaftsvereins Pressel. Rückblick: 1991 suchten französische Jugendliche aus dem ländlichen Raum in der Region des Zentralmassiv in Frankreich über den Bund der deutschen Landjugend eine Verbindung mit einer Region in Ostdeutschland, mit dem Ziel, sich dort mit Jugendlichen über verschiedenste Themen auszutauschen. Als die Info vom Bund der Sächsischen Landjugend in Pressel bekannt wurde, war sofort das Interesse aller Generationen geweckt.

"Zahlreiche Familien erklärten sich bereit, französische Jugendliche aufzunehmen. Der erste Besuch in Pressel fand im Oktober 1991 statt. Der Gegenbesuch in Frankreich erfolgte im April 1992. Ein Jahr später schlossen wir einen Partnerschaftsvertrag ab. Seither wird der regelmäßige enge und herzliche Kontakt gepflegt", berichtete Törl weiter. Sein Amtskollege aus Villossanges, Laurant Battut, sieht es ebenso. "Seit diesem Tag haben wir und die Presseler 88552 Kilometer bei offiziellen Besuchen und privaten Fahrten zwischen Pressel und Villossanges zurückgelegt, haben wir 29874 Liter Getränke bei unseren Begegnungen verbraucht, 147521 Küsse bei Begrüßungen gegeben und sind 2412 Liter Tränen bei den Abschieden geflossen", zählte Battut mit einem Augenzwinkern auf.

Mittlerweile sind viele Freundschaften entstanden. "Nach der Wiedervereinigung wollten wir raus, andere Länder und Kulturen kennenlernen. Wir brauchten eine Partnerstadt. Mit Nordamerika wurde es nichts. Auch mit China und Australien kamen wir nicht klar. Bei Villossanges war es Liebe auf den ersten Blick", waren sich Doris Schönichen und Stefanie Schramme-Niemann einig, die beide durchs bunte Programm im Landgasthof führten.

Auch die beiden Bürgermeister Lothar Schneider und Jean-Luc Lechapelain würdigten das Jubiläum. "Vor 20 Jahren haben wir an gleicher Stelle den Eid unseres Partnerschaft abgelegt. Ich bin gerührt, das wir das heute erneuern. Die Freundschaft ist so frisch wie am ersten Tag. Ich würde mir wünschen, dass künftige Begegnungen durch die Jugend einen neuen und langen Glanz erhält", so Lechapelain. Auch Lothar Schneider ist froh, dass die damalige symbolische Suche auf Villossanges traf. "Wir lehrten die Franzosen Pünktlichkeit und Ordnung und machten sie mit Bier bekannt. Wir lernten im Gegenzug die Liebe zum Wein kennen", frohlockte Schneider.

Mit einem symbolischen Akt unterzeichneten am Abend die Vorsitzenden der deutsch-französischen Vereine, Laurent Battut und Siegfried Törl, erneut den Vertrag. Die Delegation aus Frankreich überreichte Bilder von Schülern der Villossanger Schule. Die Presseler schickten eine geschnitzte Eule, die als Symbol für viele Jahre Freundschaft stehen soll, mit. Heute geht eine spannende Woche mit Besuchen von Halle, Berlin, Schildau und Delitzsch zu Ende.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.04.2013

bro

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