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Bad Düben Presseler Autolackierer Günther Haupt freut sich über Silbernen Meisterbrief
Region Bad Düben Presseler Autolackierer Günther Haupt freut sich über Silbernen Meisterbrief
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00:21 28.09.2017
Autolackierermeister Günther Haupt aus Pressel freut sich über den Silbernen Meisterbrief der Handwerkskammer. Quelle: Steffen Brost
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Pressel

Eine besondere Ehrung wurde dieser Tage Autolackierermeister Günther Haupt aus Pressel zuteil. Am Tage des Handwerks erhielt der 67-Jährige in der Leipziger Handwerkskammer mit weiteren 19 Handwerkerinnen und Handwerker, die vor 25 Jahren ihre Meisterprüfung erfolgreich abgelegt haben, den Silbernen Meisterbrief.

Wurzen gab ihm kein Gewerbeschein

„Wir wollen mit dieser Ehrung die Leistungen der Meisterinnen und Meister noch stärker ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Seit 1990 haben über 8200 Handwerkerinnen und Handwerker ihre Meisterprüfung bei der Handwerkskammer zu Leipzig erfolgreich abgelegt. Viele von ihnen sind den Schritt in die unternehmerische Selbstständigkeit gegangen und haben Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Für diesen Lebensentwurf werben wir mit der Verleihung des Silbernen Meisterbriefs“, so Handwerkskammerpräsident Claus Gröhn.

Haupt kennt die Branche wie seine eigene Westentasche. Schon 1978, mitten in der DDR, eröffnete er seine Werkstatt in der Torgauer Straße 36 in Pressel. „Ich bekam in Wurzen, wo ich eigentlich anfangen wollte, keinen Gewerbeschein vom Rat des Kreises. Also bin ich ein paar Kilometer weiter nach Eilenburg. Dort war das kein Problem. Jetzt konnte ich meine Firma eröffnen“, blickte Haupt zurück.

Millionen investiert

Doch es gab haufenweise Auflagen. Eine besagte zum Beispiel, dass der junge Meister damals keine Mitarbeiter einstellen und nur als Ein-Mann-Betrieb arbeiten durfte. Außerdem war ihm untersagt Fahrzeuge, aus dem VEB anzunehmen. „Alles kein Problem Die Kunden standen trotzdem Schlange. Das ging so bis 1986. Dann durfte ich meinen ersten Mitarbeiter einstellen. Die Wende kam und ich investierte 1996 sechsstellig in neue Hallen und moderne Technik zum Lackieren. 1997 steckte ich nochmal einen Millionenbetrag in meinen Betrieb und baute noch eine Halle. Mittlerweile bedienen wir die Branchen Lackiererei, Karosseriebau und Sandstrahlen und haben insgesamt 13 Mitarbeiter“, zählte Haupt auf.

Trotz seines Rentenalters ist Haupt mit Ehefrau Petra, die mittlerweile auch im Rentenalter ist, jeden Tag in seiner Firma. „Ich mache erst einmal bis nächstes Jahr weiter, dann feiere ich mein 40. Dienstjubiläum und lasse es bestimmt etwas ruhiger angehen. Mit meinen Söhnen Thomas und Heiko weiß ich das Unternehmen in guten Händen“, so Haupt. In den ganzen Jahren hat der Lackierermeister zudem über 20 junge Menschen ausgebildet. Aktuell ist wieder eine Stelle frei.

Von Steffen Brost

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