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Bad Düben Probe-Injektion für das Landschaftsmuseum auf der Dübener Burg
Region Bad Düben Probe-Injektion für das Landschaftsmuseum auf der Dübener Burg
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06:00 09.05.2017
Bohrungssondierungen Anfang März. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Das Amtshaus (Museum) steht auf wackligen Füßen. Eine Hochwasser-Spätfolge für deren Beseitigung die Stadt daher 720 000 Euro aus Hochwassermitteln zur Verfügung hat. Wie das Landschaftsmuseum am besten standsicher wird, darüber gibt es auch nach den inzwischen ausgewerteten Bohrsondierungen im Februar noch keine endgültige Gewissheit. Die Gutachter halten eine Stabilisierung des Gründungsbereiches mittels Zement-Injektionen im Niederdruckverfahren für möglich. „Aber eine 100-prozentige Garantie dafür gibt es nicht“, so Bau- und Bürgeramtsleiter Thomas Brandt.

Probe-Injektion im Mai

Deshalb sei jetzt die Entscheidung gefallen, im Mai zunächsteine Probe-Injektion durchzuführen. Nach deren Auswertung solle dann das genauere weitere Vorgehen festgelegt werden. Die eigentlichen Stabilisierungsarbeiten werden so voraussichtlich im Spätherbst und damit etwa ein halbes Jahr später als ursprünglich geplant beginnen.

Ein Fragezeichen steht somit auch hinter der Gabionen-Stützwand am Fuße des Berges, für die ebenfalls 100 000 Euro Hochwassergelder zur Verfügung stehen. Die mit Steinen befüllten Drahtgitterkörbe sollen verhindern, dass die übertretende Mulde den Burgberg weiter ausspült. „Doch eventuell“, so Thomas Brandt „erweitern wir nun die Injektionen räumlich. Und da vorher eine Stützwand zu bauen, das würde wenig Sinn machen.“

Im Frühjahr starten Innenarbeiten

Erst nach Abschluss der Arbeiten im Baugrund, und damit wohl im Frühjahr nächsten Jahres, geht es im Inneren des Museums-Gebäudes weiter. Die Geschossdecken werden geöffnet, die einzelnen Decken zusätzlich mittels Stahlstäben mit den Außenwänden verspannt. Der Fachmann spricht hier von einem Zuganker. Da von den Arbeiten an den Außenwänden und den Geschossdecken zwangsläufig auch Innenwände betroffen sind, müssen anschließend umfangreiche Maler- und Putzarbeiten folgen, der Fußboden wieder eingebaut werden.

Arbeit am Konzept

Zeitlich parallel erarbeitet die Stadt Bad Düben derzeit an einer inhaltlichen Neugestaltung des Museums. Das ist wiederum auch für die Bauleute interessant. Denn von dem Konzept hängt beispielsweise ab, ob der geplante Fahrstuhl nur in die unteren beiden Etagen oder bis ins Dachgeschoss fahren muss. Kommt unters Dach nur ein Lager, müsste der Lift nicht zwingend bis dorthin fahren. Fährt er dagegen bis ganz hoch, müssten wir für diesen das Dach öffnen, konstatiert Thomas Brandt.

Wie teuer der Fahrstuhl wird, der im Gegensatz zu den anderen Arbeiten nicht im Hochwasseretat enthalten ist und über das Programm Attraktive Stadt- und Ortsteilzentren mit einer Zwei-Drittel-Förderung von Bund und Land gefördert wird, steht damit noch nicht fest. Das betrifft auch die genauen Schließzeiten des Museums, das aber zumindest in diesen Sommerferien geöffnet bleibt.

Von Ilka Fischer

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