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Bad Düben Probleme durch uneinsichtige Fahrer in Bad Düben
Region Bad Düben Probleme durch uneinsichtige Fahrer in Bad Düben
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07:09 10.11.2018
Wegen des Hortneubaus kann vor der Heidegrundschule seit Freitag nicht mehr gewendet werden. Mitarbeiterinnen des Bad Dübener Ordnungsamtes sowie Schulleiterin Sylvia Krause kontrollierten am Freitag den Schulverkehr in der Schmiedeberger Straße und sprachen Autofahrer an, die sich nicht an die Regeln hielten. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Freitag Morgen kontrollierten bis kurz vor Schulbeginn die Mitarbeiterinnen des Bad Dübener Ordnungsamtes die neue Regelung an der Zufahrt zur Heidegrundschule. Wegen des nun gestarteten Hortneubaus kann dort unmittelbar vor der Schule nicht mehr gewendet werden. Deswegen sollten Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, jetzt weiträumig parken beziehungsweise ihre Kinder im schulnahen Raum zu Fuß los schicken.

Unbelehrbare fahren frech vorbei

Auch Schulleiterin Sylvia Krause schaute bei den Politessen vorbei. „Alle Kinder haben Informationszettel bekommen. Außerdem gab es eine Info-Veranstaltung, wo man auf die Bauarbeiten und den damit verbundenen Einschränkungen hingewiesen wurde“, sagte sie.

Das befürchtete Chaos blieb Freitagmorgen aus. Nur ein paar Unbelehrbare fuhren an den Politessen frech vorbei, wurden aber bei der Ausfahrt darauf angesprochen. „Das Ordnungsamt wird noch mal prüfen, ob denn nicht noch ein Schild Sackgasse oder Ähnliches aufgestellt werden kann. Und vielleicht wird hier unregelmäßig weiter kontrolliert“, sagte Krause.

Ärger um Sperrung in der Ritterstraße

Schon länger gibt es Ärger in der Ritterstraße. Die dortige Baustelle mit der damit verbundenen Straßensperrung bringt immer wieder Autofahrer auf die Palme, die tagsüber und insbesondere im Berufsverkehr durch die Stadt müssen. „Es ist unterschiedlich. Manchmal kommt man morgens und abends durch die Stadt. Und dann staut es sich tagsüber plötzlich auch. Also das ist völlig unterschiedlich. Aber es nervt schon ganz schön“, sagte Angel Schmiedecke aus Torgau, die jeden Tag zur Arbeit nach Delitzsch pendelt.

Anwohner in der Bad Dübener Ritterstraße haben beobachtet, wie sich mehrfach nach Feierabend Pkw und Kleintransporter durch diese schmale Gasse zwängen. Quelle: Steffen Brost

Doch die Vollsperrung, die noch bis Mitte Dezember andauern soll, verführt auch zu riskanten Manövern. Anwohner beobachteten in den vergangenen Tagen, dass offenbar ganz „Clevere“ die einzige Lücke in der Ritterstraße für sich nutzen. Vor allem Motorradfahrer fahren auf dem Fußweg zwischen Kran und dem ehemaligen Second-Hand-Laden durch die Baustelle. Und selbst ein Lieferwagenfahrer wurde beobachtet, wie er nach Feierabend auf der Baustelle die Absperrung leicht zur Seite schob und sich mit angeklappten Außenspiegeln durch das Nadelöhr zwängte.

Politessen können nicht eingreifen

„Die Stadt kann mit ihren Politessen nichts machen, wenn sich ein undisziplinierter Autofahrer durch die Baustelle zwängt. Denn die Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes dürfen nur in den ruhenden Verkehr eingreifen. Für Radfahrer und Fußgänger ist das Passieren kein Problem. Für den Straßenverkehr ist die Umleitung ausgeschildert. Allerdings ist das nicht rund um die Uhr kontrollierbar. Wenn mal einer auf frischer Tat durch die Polizei ertappt wird, ist das schon Glück. Der Bauherr hat die Auflage bekommen, dass weder Bordstein oder Gehweg Schaden nehmen“, heißt es aus dem Bad Dübener Rathaus.

Polizei kann nicht ständig vor Ort sein

Und selbst die Polizisten vom Bad Dübener Polizeiposten können sich nur schwer vorstellen, dass es abends oder nachts ein paar Unbelehrbare gibt, die sich samt Auto an der engen Baustelle vorbeizwängen. „Also das ist schon ziemlich eng dort. Wer macht sich die Mühe und schiebt noch Absperrungen beiseite. Natürlich haben das unseren Streifen im Blick. Aber wir können nicht die ganze Zeit vor Ort sein. Da braucht man schon etwas Glück, einen dabei zu erwischen“, sagte Polizeioberkommissar Tom Kallenbach.

Kran steht bis Mitte Dezember

Bis Mitte Dezember soll der Kran noch stehen, bis der Rohbau des neuen Wohnhauses hochgezogen ist. Weil der Kran so groß ist, passt er nach Beendigung des Rohbaues nicht mehr durch die schmale Hofeinfahrt. Deswegen muss er in der Ritterstraße stehen. Und er ist so breit, dass er eine Vollsperrung nach sich zieht. „Wir versuchen, so schnell wie möglich zu bauen. Aber das hängt nicht an mir. Ich weiß, dass manche Leute denken, dass an bestimmten Tagen keine Bautätigkeit ist. Allerdings gibt es bautechnische Stillstände, wenn zum Beispiel Beton gegossen wurde. Der muss erst aushärten, bevor es weiter geht. Aktuell gibt es aber keinen Bauverzug. Es ist aber jetzt noch verfrüht zu sagen, ob die Straßensperrung eher aufgehoben werden kann“, sagte Bauherr Christian Ott.

Von Steffen Brost

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