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Bad Düben Problemfall Schülerverkehr
Region Bad Düben Problemfall Schülerverkehr
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14:28 19.05.2015
Die Grundschule in Authausen wird in den Ferien nicht vom Schulbus angefahren, was Eltern vor großen organisatorischen Herausforderungen stellt. Quelle: Nico Fliegner

Eine betroffene Mutter machte jetzt ihrem Ärger Luft, sieht die Gemeindeverwaltung in der Pflicht. Sie und andere Eltern hoffen auf eine schnelle Lösung.

Das Problem ist neu in der Gemeinde. Denn in diesem Sommer sind Kinder aus Laußig zum ersten Mal in die Grundschule Authausen eingeschult worden, weil die Laußiger Schule schließen wird. Schon als das vor Jahren im Gemeinderat Thema war, wiesen Elternvertreter auf das sich anbahnende Problem hin. Jetzt ist das allgegenwärtig und stellt nicht nur die Eltern, sondern auch die Landgemeinde vor eine Herausforderung - vor allem logistischer Art. Dabei gibt es nur zwei mögliche Lösungen: Die Eltern fahren selbst ihre Kinder ins sieben Kilometer entfernte Authausen und holen sie demzufolge wieder ab. Oder eben die Kommune findet eine Alternative bis dahin.

Gemeinderat Michael Bolduan weiß, was es für Eltern bedeutet, deren Kinder auf den Schulbus angewiesen sind. Den beruflichen Alltag im Einklang mit den Familienleben zu bringen, ist oftmals nicht so einfach, wenn man auf dem flachen Land lebt. Schon längst ist der Schulbusverkehr vielmehr ein verkappter Personennahverkehr. Das Netz ist aus Kostengründen ausgedünnt. Bolduans Vorschlag deshalb: Die Gemeinde könnte sich um einen Fahrdienst bemühen.

Solche Angebote hält wiederum die Arbeiterwohlfahrt Nordsachsen bereit - nicht zum Nulltarif, versteht sich. Der Verband hat eine Flotte von Kleinbussen, transportiert unter anderem Menschen mit einer Behinderung oder Senioren im Stadtgebiet. So ein Kleinbus sollte für die Herbstferienzeit geordert werden, meint Bolduan. Dann könnten die Erstklässler in eine Art Sammeltaxi in den Hort gelangen.

Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) hat bereits Kontakt zur Arbeiterwohlfahrt aufgenommen, aber noch kein abschließendes Ergebnis. Zudem stehe er bezüglich des Schulbusverkehrs in Gesprächen mit dem Landratsamt, ob nicht doch ein kurzfristiger Ersatz zustande kommt. "Wir hatten ja mal ursprünglich die Idee, den Transport als Gemeinde selbst abzusichern. Aber das ist rechtlich gar nicht so einfach", ließ er gestern auf Nachfrage wissen. Er sei aber an dem Thema dran.

Für Gemeinderat Ingo Auge wiederum ist der Schüler-Transport wichtig. "Die Kinder sollten auch in der Ferienzeit in ihrem Klassenverband bleiben", sagt er. Denn eine dritte Lösung wäre: Die Kinder gehen in den Hort nach Laußig, also dorthin, wo sie ohnehin wohnen. Aber auch das müsste erst noch geregelt werden. Dann wären sie jedoch nicht mit ihren Klassenkameraden zusammen.

Schneider will nunmehr den genauen Bedarf ermitteln, also wie viele Kinder letztlich betroffen sind. Und er ahnt bereits, was da letztlich auf die Gemeinde zukommt, sollte es mit dem Landkreis keine Lösung geben: "Dann müssten wir Geld in die Hand nehmen. Da werden wir wohl nicht drumherum kommen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.09.2014
Von Nico Fliegner

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