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Bad Düben Profiroll Bad Düben öffnet Werktore für Besucher
Region Bad Düben Profiroll Bad Düben öffnet Werktore für Besucher
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00:19 16.08.2017
Maximilian Hasenkämper, Leiter der Teilefertigung, zeigt den Besuchern wie mittels Kaltwalzung auch chirurgische Instrumente mit den Maschinen made in Bad Düben hergestellt werden können. Quelle: Foto: Steffen Brost
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Bad Düben

Bei Profiroll Bad Düben öffneten sich jetzt die Werktore zum Blick hinter die Kulissen. Denn das Unternehmen gehörte zu denjenigen, die an den Tagen der Industriekultur Leipzig teilnahmen und zwei Führungen anboten unter dem Titel „Hidden Champion – High-End-Werkzeugmaschinen aus Sachsen“.

Peter Zintl aus dem Geschäftsbereich Fertigung konnte bei beiden Führungen 30 Besucher begrüßen. Von ihm erfuhren die Besucher, dass das 1943 als Werkzeugmaschinenfabrik (Wema) gegründete und heute unter dem Namen Profiroll Technologies GmbH bekannte Unternehmen Technologieführer im Maschinenbau in der Kombination Gewinde, Verzahnungen und Ringwalzen ist. Entsprechend der Firmenphilosophie „Maschine, Werkzeug, Verfahren aus einer Hand“ offeriert der Betrieb seinen Kunden in aller Welt ein Komplettangebot im Bereich Kaltmassivumformung an, was unter anderem von der Automobil- und Zulieferindustrie, der Luft- und Raumfahrt, dem Schiffsbau sowie Wälzlagerindustrie genutzt wird.

„Profiroll hat sich als innovativer Arbeitgeber in Nordsachsen etabliert. Die 417 Mitarbeiter sind Basis dieses Erfolges. Auch unsere derzeit 45 Auszubildenden in den Bereichen Zerspanungsfacharbeiter, Industriemechaniker und Mechatroniker gehören dazu. In unserer eigenen Lehrwerkstatt lernen sie die unterschiedlichen Dreh- und Fräsmaschinen kennen und zu bedienen. Schon nach dem ersten der dreieinhalb Lehrjahre gehen die Auszubildenden in die mechanische Fertigung. Wir schicken sie bereits während ihrer Ausbildung mit erfahrenen Kollegen ins Ausland, wo sie unsere Maschinen mit aufbauen“, so Zintl.

Auf dem Weg durch die Werkhallen erfuhren die Besucher auch, das die Maschinen alles Mögliche herstellen können. So werden mit den Maschinen made in Bad Düben beispielsweise chirurgische Instrumente, die ein Arzt bei Operationen als Fadenführer und Nagelhalter verwendet, kaltgewalzt. „Sie bekommen ein Art Kordelprofil für bessere Griffigkeit aufgewalzt“, erklärte der Leiter der Teilefertigung Maximilian Hasenkämper.

Nach anderthalb Stunden war die Werkrunde beendet. Für Wolfgang Engel aus Krippehna war es ein besonderes Wiedersehen. Er lernte 1966 in der damaligen Wema, studierte und war bis 1978 im Konstrukteursbüro des Unternehmens tätig. „Vieles habe ich trotz der Modernisierungen im Laufe der Jahre wiedererkannt“, sagte der Rentner. Die Industrierkulturtage gibt es seit fünf Jahren. Jedes Jahr im August bietet diese Veranstaltung Themenrouten durch die Wirtschafts-, Technik- und Wissenschaftsgebiete in der Region sowie offene Werktore bei Firmen. Die Gästezahl stieg von anfangs 2000 auf zuletzt über 8000. Das zeigten auch die schnell ausgebuchten kostenlosen Führungen in Bad Düben.

Von Steffen Brost

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