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Radwege-AG in Bad Düben: Bislang wenig Resonanz aus der Bevölkerung

Radwege-AG in Bad Düben: Bislang wenig Resonanz aus der Bevölkerung

Die Rad- und Fußwege in und um Bad Düben sind nicht so, wie sie sein sollten. Sagen SPD und Bürgerkreis und schoben deshalb, wie berichtet, die Bildung einer zeitweiligen Arbeitsgruppe (AG) "Verbesserung Radweginfrastruktur und Fußgängerschutz" an.

Bad Düben. In dieser Woche traf sich das Gremium erstmals. Auch wenn Aufrufe in der LVZ, Schwachstellen zu benennen, auf enormen Widerhall stießen, und zudem die Initiatoren im Vorfeld auf Problemfelder angesprochen wurden - die Bereitschaft bei der Bevölkerung, aktiv mitzuwirken, ist bisher nicht sonderlich groß. Auch wenn inklusive der Linken und der Freien Wähler fast alle Stadtrats-Fraktionen mit am Gründungs-Tisch saßen, soll dies keine reine Parteien-Veranstaltung werden. Die Bad Dübener sind aufgerufen, sich aktiv einzubringen. Dafür werden schnell erste Ergebnisse gebraucht: "Wir müssen die Leute mitnehmen. Man kann nur über Erfolge überzeugen", sagte Stefan Lange (SPD).

Werner Wartenburger und Michael Seidel (beide SPD) werden die AG leiten. Das Stadtgebiet wurde in drei Gebiete aufgeteilt, die sich jeweils vom Marktplatz aus in nördlicher, östlicher und südlicher Richtung erstrecken, von der Gustav-Adolf-Straße, der Gartenstraße und der Muldebrücke begrenzt werden. Die in diesen Richtungen liegenden Anbindungen an die Ortsteile werden mit einbezogen. Betrachtet werden sollen zudem die Bad Düben tangierenden bedeutsamen Radwege wie Torgischer Weg, Radweg Berlin - Leipzig und Mulderadweg. "Wo geht Berlin - Leipzig eigentlich lang?", beschrieb Uwe Kulawinski (FWG) mit einer Frage einen der Knackpunkte. Je zwei bis drei Mitglieder fühlen sich für ein Areal zuständig und erarbeiten in kleineren Gruppen jetzt Vorschläge, was es zu verbessern gibt und wie konkret Lösungsvorschläge aussehen könnten. Diese sollen dann als Handlungsempfehlungen an den Stadtrat weitergereicht werden, damit gegebenenfalls entsprechende Verhandlungen mit zuständigen Ämtern angeschoben werden können. Bereits am 11. Mai will die Arbeitsgruppe erneut tagen. Dann sollen bereits konkrete Problemstellen diskutiert werden, die möglichst zeitnah geklärt werden können.

Michael Seidel jedenfalls hätte am liebsten sofort angefangen, nahm eine zur Stadtratssitzung offerierte Power-Point-Präsentation zum Anlass, um erste Problem-Punkte zu diskutieren. Auch aus der Bildungscampus-Erfahrung heraus, wonach die Arbeit von Arbeitsgruppen trotz guter Ideen und intensiver Bemühungen im Sand verlaufen kann. Dass aber selbst die simple Fortführung einer weißen Markierung wie im Alaunwerk, die eine optische Abgrenzung zwischen Fußgänger- und Radfahrerbereich ermöglicht, eine Frage von Anträgen, Genehmigungen, Mindestbreiten und Geld ist, wurde schon an diesem Abend offensichtlich. Abbringen ließ sich die AG deshalb von ihrem Vorhaben nicht.

Wer Hinweise an die Arbeitsgruppe hat, kann sich bei Werner Wartenburger unter der Adresse: werner.wartenburger@gmail.com melden. Der nächste Treff ist am 11. Mai, 18 Uhr, im Dübener Ratssaal. Interessenten sind willkommen.

 

 

Diese Stellen wurden bereits als problematisch benannt:

Kurpark: kein Radweg links der Bitterfelder Straße in Höhe des Kurparks, kein Überweg auf der Bitterfelder Straße;

Alaunwerksweg: Markierung für Abbieger fehlt, Übergang Fuß/Radweg in Richtung Alaunwerk nicht gegeben;

Inneres Alaunwerk: optische Abtrennung Fußgänger/Radwegbereich fehlt;

Bitterfelder Straße/Richtung Kreisel: schwierige Ausweisung für Radfahrer, Fortführung Ri. Vorteilkauf fehlt, Gefährdung wegen Querung des Kreisels;

Bockwindmühle: sichtbarer Fußgängerüberweg in der Kurve empfehlenswert;

Hammermühle: Radweg endet abrupt, keine richtige Vorfahrtsregelung;

Kurpark/Heide Spa: Übergang Niedermühle/Heide Spa ohne Schutzweg;

Neuhofstraße: abruptes Ende Radweg an Kreuzung B2/B183, fehlender Radweg in der Neuhofstraße;

Gustav-Adolf-Straße: unzureichende Grünflächenpflege bei schmalen Radstreifen, Radweg endet abrupt und extrem gefährlich, keine sichere Querung an der Obermühle, kritische Ausfahrt in Höhe Dr. Ruf-Lehmann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.04.2015
Kathrin Kabelitz

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