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Bad Düben Rathaus in Bad Düben bekommt Aufzug und behindertengerechte Toilette
Region Bad Düben Rathaus in Bad Düben bekommt Aufzug und behindertengerechte Toilette
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16:30 29.10.2017
Das Bad Dübener Rathaus soll barrierefrei werden. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Das Bad Dübener Rathaus soll barrierefrei werden und einen rollstuhlgerechten Personenaufzug erhalten. Zudem soll eine behindertengerechte Toilette eingebaut werden. Entsprechende Vorplanungen des Bad Dübener Ingenieurbüros Paak hat der Stadtrat jetzt beschlossen.

Bauliche Herausforderung

All diese Vorhaben klingen nicht spektakulär, sind aber ob der baulichen Situation des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes anspruchsvoll. Denn das Rathaus besteht aus Markt 11 und Markt 12, die beide als eigenständige Gebäudeteile gebaut und über einen nachträglich errichteten, gemeinsamen Treppenraum verbunden und vertikal erschlossen wurden.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Fußbodenhöhen in den beiden Flügeln auf unterschiedlichen Höhenlagen befinden. Bisher ist nur der Gebäudeteil Markt 12 ohne Einschränkungen erreichbar. Markt 11, in dem beispielsweise das Bürgermeister-Büro ist, liegt dagegen mit seinem Erdgeschossbereich weit über dem Außengelände und ist nur über Treppen zugänglich. 2004 war deshalb im Innenhof ein Plattformlift installiert worden, der aber noch immer die oberen Etagen, und damit Liegenschaftsamt und Kämmerei, nicht barrierefrei ansteuern lässt.

Aufzug mit zwei Ausgängen

Um die beiden unterschiedlichen Etagen auf kurzem Weg sicher zu erreichen, wird ein sogenannter Durchlader – ein Aufzug mit zwei Ausgängen eingebaut. Der Zugang vom Westflügel erfolgt dann über ein Treppenpodest, der Ostflügel ist direkt vom Aufzug zu erreichen. Das Ingenieurbüro hat nun drei Varianten aufgestellt, dabei Möglichkeiten des Einbaus im Inneren des Gebäudes beziehungsweise von außen untersucht.

Erste Kostenschätzungen belaufen sich auf rund 300 000 Euro. Die Stadt hat dafür ihr zugestandene Mittel aus dem Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, bei dem sich Bund, Land und Stadt die Kosten teilen, für diese Maßnahme reserviert.

Von Kathrin Kabelttz

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