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Bad Düben Reha-Zentrum in Bad Düben erweitert Station für Patienten mit Schlaganfall
Region Bad Düben Reha-Zentrum in Bad Düben erweitert Station für Patienten mit Schlaganfall
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14:08 19.05.2015
Physiotherapeutin Simone Schubert und ihr Mitarbeiter Damien Bisch trainieren im Reha Zentrum Bad Düben mit Patient Wolfgang Orth. Quelle: Wolfgang Sens

Ende September, wenn die Stadt zum Lichtfest in den Kurpark einlädt, öffnen sich für Interessierte die Türen der medizinischen Einrichtung. Dann soll in der bereits Anfang des 20. Jahrhunderts beginnenden Geschichte der Orthopädie und Rehabilitation an diesem Standort ein weiterer Meilenstein gesetzt sein. Denn in diesem Jahr will die Einrichtung in der Gustav-Adolf-Straße die 2011 begonnene Erweiterung der Fachklinik für Neurologie fortsetzen.

Der Ausbau der Station für Schlaganfall-Patienten, die im Rahmen der Früh-Rehabilitation stationär behandelt werden und die die sogenannte Phase C absolvieren, ist abgeschlossen. In etwa einem halben Jahr sollen es 72 sein, so die stellvertretende Kaufmännische Direktorin Cornelia Respa. Dafür wurde eine Normalstation umgebaut. Damit reagiert das Unternehmen auf den der demografischen Entwicklung geschuldeten Bedarf und den Umstand, dass das Bettenzentrum voll ausgelastet ist und "wir die verstärkte Nachfrage zeitweise nicht mehr bedienen konnten", so Respa. Bis 2011 haben die Bad Dübener auf langjährige Erfahrungen mit Patienten der Phase D zurückblicken können, also Betroffenen, die in der Reha auf den Wiedereinstieg in den Alltag vorbereitet werden. Vor drei Jahren wurde die Station Neurologie Phase C eröffnet. Dies sei, so Respa, auch dank des von Chefarzt Dr. Gudio Waldmann und seinem Team umgesetzten Konzeptes möglich, das bei Patienten, Ärzten und Kostenträgern Anerkennung finde.

Zugenommen haben auch die Fallzahlen im Bereich der von Chefarzt Stefan Rudloff geleiteten Orthopädie, die vor allem für die Gebiete Endoprothese, Wirbelsäulenleiden und Schulteroperationen steht. Mit bis zu 80 Patienten täglich werden durchschnittlich zehn mehr behandelt als vor einigen Jahren. Das sei auch der Strategie geschuldet, deren Schwerpunkt die integrierte Vernetzung ist. "Das heißt, der Akutversorgung schließt sich die Reha an, beide Bereiche verfolgen gemeinschaftliche Therapie-Konzepte", so Respa. Doppel-Untersuchungen und -behandlungen könnten so vermieden, Kosten minimiert werden.

In der Kardiologie hat Dr. Gerhard Alexander Müller die Vernetzung mit umliegenden Herzzentren vorangetrieben, künftig sollen zudem Tests von schlafbezogenen Atemstörungen möglich sein. Dass der fachübergreifenden Betreuung von neurologischen und kardiologischen Patienten künftig mehr Bedeutung zukomme, zeige sich schon jetzt anhand gestiegener Patientenzahlen. In dieser Woche soll der Ausbau einer weiteren Station mit 19 Zimmern beginnen, die dann für Orthopädie, Kardiologie und Neurologie zur Verfügung stehen.

Der Blick auf 2014 offenbare eine positive Statistik. Mit 3762 Patienten erreiche das Waldkrankenhaus die Marke der etwa 4000 der vergangenen Jahren. Zudem wurden in der Ambulanz rund 10 000 Patienten behandelt. Bei rund 3700 liegt die Zahl der Operationen - ambulant oder stationär. "Gerade in der Wirbelsäulen-Behandlung setzen wir auf die konservative Behandlung, erst dann auf OP", so Respa. Im Reha-Zentrum wurden 3495 Patienten betreut, die Plätze waren über das Jahr gesehen meist voll ausgebucht.

Nicht spurlos vorüber gehen an Bad Düben auch die Mindestlohn-Regelungen. "Es kommt zu Steigerungen, auch bei den Sachkosten, die durch die Vergütungen nicht abgedeckt sind", erklärt Respa. Hier sei man derzeit in Verhandlungen, um einen Mittelweg zu finden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.03.2015
Kathrin Kabelitz

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