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Bad Düben Robur-Treffen zum Geburtstag
Region Bad Düben Robur-Treffen zum Geburtstag
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20:42 28.09.2014
Die Kameraden der Laußiger Feuerwehr organsierten am Wochenende ein großes Roburtreffen. Quelle: Steffen Brost
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Denn die Kameraden der Laußiger Feuerwehr hatten zum großen Robur-Treffen eingeladen.

Grund der Feier war der 40.Geburtstag des noch im Dienst befindlichen Feuerwehrfahrzeuges vom Typ Robur. "Im September 1974 wurde unser Oldie in Dienst gestellt. Bis heute rückt er bei Einsätzen regelmäßig mit aus", sagte Wehrleiter Dirk Plötz. Aus allen Ecken Sachsens rollten die noch im Dienst befindlichen LO's nach Laußig. Recherechen ergaben, dass noch 203 Roburfahrzeugen diesen Typs angemeldet waren. "Im Vorfeld des Treffens haben sich 50 Wehren gemeldet. 17 davon waren letztlich zu uns gekommen", verkündete Mitorganisator Andras Ilte. Auch das Geburtstagskind vom Typ Robur LF8/Robur-LO war an diesem Tag auf Hochglanz poliert. Bis heute verrichtet das Fahrzeug zuverlässig seinen Einsatz bei den Kameraden und kam in diesem Jahr bereits bei Waldbränden zum Einsatz.

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Gekauft haben die Laußiger ihren Feuerwehr-Robur im Jahr 2000 von den Kameraden aus Weidenhain für 1000 Deutsche Mark, weil der Vorgänger Probleme machte. Er diente später als Ersatzteilspender. Die weiteste Anreise hatten die Kameraden aus Goßdorf im Zittauer Gebirge. "Wir waren drei Stunden unterwegs. Unser Robur schnurrt noch wie am ersten Tag. Vor allem bei Hochwasserlagen an der Elbe hat er bisher gute Dienste vollbracht. Er ist Baujahr 1980 und fuhr früher bei der Nationalen Volksarmee, bevor wir ihn 1992 bei der Feuerwehr in Dienst stellten", erzählte Gruppenführer Rene Hausdorf. Viele Wehren gratulierten und brachten kleine Geschenke mit. Auch Laußigs Partnerfeuerwehr aus Eckenhaid in Bayern war mit 15 Gratulanten dabei. "Unsere Parrtnerschaft besteht seit 25 Jahren. Solche Fahrzeuge muss man unbedingt erhalten und wenn es im Museum ist. Leider haben wir bei uns solche historische Technik nicht", sagte der Eckenhaids Feuerwehrvorsitzende Jürgen Egloffstein.

Höhepunkt des Treffens war die große Ausfahrt durch die Region. Alle 17 Fahrzeuge plus ein W50-Tanker nahmen teil. "Letzterer dient nur als Schlepphilfe, wenn einer der Robur'e liegen bleibt", sagte Ilte. Doch die Ausfahrt über 30 Kilometer und quer durch Bad Düben, Söllichau, Kossa, Pressel und Görschlitz, bei spätsommerlichen Wetter, klappte ohne Vorkommnisse. Alle waren nach 40 Minuten wieder am Laußiger Gerätehaus zurück. Auch die Zschölkauer Kameraden brachten ihr Schmuckstück heil zurück. Und dabei ist ihr Fahrzeug fast noch neuwertig. Nur 5355 Kilometer stehen auf dem Tacho. "Der ist seit 2005 bei uns. Fuhr früher wie die meisten bei der NVA. Fünf Jahre haben wir ihn umgebaut. Jetzt dient er bei Einsätzen zur Materialbeschaffung.

Den letzten Einsatz hatte erst bei dem Unwetter vor zwei Wichen in Krostitz", erzählte Feuerwehrmann Stefan Hoppe. Der Ausfahrt folgte der Spaßwettkampf "Robur ziehen". Vier Kameraden mussten den Geburtstags-Wagen der Laußiger 40 Meter weit ziehen. Die Laußiger gehörten zu den Besten. Sie brauchten etwas mehr als 21 Sekunden für den Spaß-Wettkampf. Der Robur ist ein Lkw-Typ der ostdeutschen VEB Robur-Werke Zittau. Das Fahrzeug wurde auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1961 vorgestellt. Während der mehr als 30-jährigen Bauzeit blieben Konstruktion und Äußeres weitgehend unverändert. Bereits 1957 gab es den Typ Robur als Reiseomnibus. Weiterentwicklungen führten schließlich 1968 zu neuen Typen. Auch in der Folgezeit wurden gebrauchswertsteigernde Modifikationen durchgeführt.

Steffen Brost

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