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Romantik ist Trumpf beim Abendsingen der Kurrende

Romantik ist Trumpf beim Abendsingen der Kurrende

Friedensdekade - das sind die zehn Tage im Jahr bis zum Buß- und Bettag, die zum Innehalten und Nachdenken einladen. Zehn Tage mit langer Tradition in Bad Düben: Zu DDR-Zeiten erhoben Christen mutig das Wort gegen die Stationierung amerikanischer Pershing-Raketen und sowjetischer SS-20-Atomwaffen, gegen Umweltzerstörung und für zivilen Wehrersatzdienst.

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Stimmt auf Tage zum Nachdenken und Innehalten ein - die Bad Dübener Kurrende.

Quelle: Heike Nyari

Bad Düben. Nach der Wende wurde gegen Kriege und den Hunger in der Welt protestiert.

Den Auftakt zur diesjährigen Friedensdekade in der Kurstadt gestaltete die Dübener Kurrende mit einem Abendsingen der leisen Töne. Romantik ist Trumpf - mit diesem Anspruch vereinte der Chor Werke von Mendelssohn Bartholdy, Heinrich Schütz oder Max Reger unter dem Dach der Nikolaikirche zu einem stimmigen Ganzen.

Zur besonderen Dramaturgie dieses Abendsingens gehörte, dass Kantor Lothar Jakob den Gänsehautmoment des Konzerts bereits an den Anfang legte. Dimitrij Bortnianskys "Horch, die Wellen tragen" ging unter die Haut: Glockenhelle Sopranstimmen sangen den Hymnus, bevor der gesamte Chor zu einem mächtigen "Jubilate" einstimmte. Wunderbar! Manchmal nur wünschte man sich, dass mit dem Schlussakkord noch ein Moment des stillen Nachklangs bliebe, bevor der Chor das nächste Stück anstimmt.

Mit der Motette "Ich hebe meine Augen auf" lenkte der Chor schließlich den Blick auf eine Premiere im Abendsingen: Superintendent Mathias Imbusch hielt erstmals das Wort zum Tag. Sein Thema: Das Warten auf das Reich Gottes. Warten und Nichtstun? Besser die Hände rühren und warten, so Imbuschs Fazit, mit Protest gegen Neonazis, mit Solidarität gegenüber Ärmeren. Und das in der Gewissheit, dass Jesus sagt: "Ich bin schon unter euch."

Ganz gewiss auch im Abendsingen der Kurrende, die mit der Choralmotette "O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens" nach einem Text von Franz von Assisi noch einmal eine neue Facette zeigte: Fast wie ein Gospel, eindrucksvoll und mit voller Hingabe gesungen.

Der nächste Auftritt der Kurrende wird dann wieder ganz anders klingen: Am 7. Dezember wird in der Stadtkirche um 18 Uhr das traditionelle Advents- und Weihnachtsliedersingen stattfinden. Der Kartenvorverkauf beginnt am 25. November im Geschäft "Der gute Blumengeist".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.11.2013
Olaf Majer

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