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Bad Düben Rote Karte für Döner-Imbiss auf dem Paradeplatz in Bad Düben
Region Bad Düben Rote Karte für Döner-Imbiss auf dem Paradeplatz in Bad Düben
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09:50 28.03.2018
Der Paradeplatz in Bad Düben. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Ein Döner-Container auf dem Bad Dübener Paradeplatz? Die Stadt Bad Düben hat erstmal Nein gesagt und das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt. Eine grundsätzliche Ablehnung zu diesem Vorhaben ist dies aber nicht. In Gesprächen mit dem Antragsteller, der am Rewe-Markt in der Dommitzscher Straße bereits einen solchen Imbiss betreibt, soll nun nach einer Lösung gesucht werden, mit der beide Seiten leben können. Dabei geht es vor allem um optische Belange.

Optik entscheidend

Möglich sind laut Bauplanungsrecht an dieser Stelle innerhalb einer Wohnfläche und des sogenannten A-Zentrums der Versorgung dienende Läden sowie Speise- und Schankwirtschaft allemal. Das Vorhaben füge sich nach Art der Nutzung auch ein. Als problematisch erweist sich aber, wie der Container aussehen soll. Neun Meter breit, acht Meter tief, etwa 3,50 Meter hoch – die Kubatur des geplanten Gebäudes weiche damit von der am Paradeplatz vorherrschenden Bauart der Häuser (zwei Vollgeschosse, Spitz-, beziehungsweise Satteldach) ebenso ab wie Bauweise und Materialien. Das bestehende und gewachsene Ortsbild werde so gestört, es füge sich nicht in die Eigenart der näheren Umgebung ein, begründet die Stadt ihre ablehnende Haltung, der der Bad Dübener Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung gefolgt ist. Zudem widerspreche es dem Anliegen der geltenden Gestaltungssatzung Altstadt Bad Düben, dass bauliche Anlagen mit dem historischen Charakter des Altstadtbereiches in Einklang zu bringen sind.

Stadt sucht nach Lösung

Das jetzt vorgebrachte Ansinnen des Bauherrn habe die Stadt deshalb erstmal abschlägig beschieden. Auch, so Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG), um ihm zu ersparen, dass er unnötig Geld in einen Bauantrag investiert. Bisher liege der Stadt nur ein Antrag auf einen bauplanungsrechtlichen Vorbescheid vor. In Gesprächen will ihm, so Astrid Münster, die Verwaltung nun deutlich machen, „dass wir grundsätzlich nichts dagegen haben, dass er auf dem Paradeplatz einen Imbiss baut. Wir wollen ihm aber einen Weg aufzeigen, inwieweit wir uns das nach der Gestaltungssatzung vorstellen.“ Ähnlich verfahre die Stadt mit dem bereits bestehenden Döner-Imbiss am Rewe-Markt, der auch nach der geplanten Sanierung und Erweiterung des Einkaufsmarktes in diesem Bereich bleiben soll.

Von Kathrin Kabelitz

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