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Rund 50 Katastrophenschützer aus Nordsachsen proben den Ernstfall

Waldfrieden 2017 Rund 50 Katastrophenschützer aus Nordsachsen proben den Ernstfall

Einen Behandlungsstützpunkt bei Dunkelheit aufbauen, den Digitalfunk einsetzen sowie das Fahren mit Sondersignal proben – um diese und weitere Aufgaben ging es bei der Übung Waldfrieden 2017. Rund 50 Katastrophenschützer aus Nordsachsen steuerten deshalb ein Waldstück bei Kossa an.

Das Behandlungszelt steht, die Feldbetten sind aufgebaut und auch an der Stromversorgung und Beleuchtung im Zelt wird gearbeitet.

Quelle: Copyright: Thomas Jentzsch

Kossa. Die Rettungsleitstelle Leipzig löst Alarm aus, zahlreiche Fahrzeuge des Katastrophenschutz-Einsatzzuges Taucha fahren mit Blaulicht und Sondersignal in Richtung Bunker Kossa. Rund 20 Fahrzeuge, vom Einsatzleit- über den Krankentransport, den Mannschafts- bis hin zum Gerätewagen treffen ein. All diese auf engem Areal in die richtige Position zu rücken, ist schon eine logistische Meisterleistung. Vor Ort werden Behandlungszelte aufgebaut, medizinisches Gerät bereitgestellt, Absprachen getroffen. Bis weit nach Mitternacht ist Bewegung auf dem Platz.

Die Dramatik des Augenblicks aber löst sich relativ schnell auf: Es handelt sich um eine Übung des Katastrophenschutzeinsatzzug Taucha, gemeinsam mit den Delitzscher Kollegen, dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst Bereich West und der Freiwilligen Feuerwehr Bad Düben, die unter dem Titel Waldfrieden 2017 läuft. Die Führung hat die Gruppe Sanitäter/Betreuung Nordsachsen als Teil des Einsatzzuges Taucha.

Regelmäßige Übungen

Der betroffenen Bevölkerung in einem Schadensgebiet zu helfen, Maßnahmen zur Abwendung lebensbedrohlicher Zustände und zur Herstellung der Transportfähigkeit zu treffen, Verletzte zu transportieren und im Bedarfsfall bei der Betreuung Hilfsbedürftiger und Obdachloser mitzuwirken – all das zählt zu den Aufgaben. Übungen wie diese gelten deshalb als wichtiger Teil im Trainingsprogramm, um den Umgang mit Technik, Material und Menschen zu festigen. Regelmäßig, so Zugführer und Einsatzleiter Sven Michel, treffen sich die Ehrenamtler, um verschiedene Szenarien durchzuspielen. Aufgabe diesmal war es, einen Behandlungsstützpunkt bei Dunkelheit aufzubauen, den Digitalfunk einzusetzen sowie das Fahren mit Sondersignal zu proben. Auch die Alarmierungsketten und die weitere Verzahnung der Einsatzzüge stehen im Fokus.

Behandlungsplatz wird aufgebaut

Der Aufbau des Behandlungsplatzes erfolgte in den späten Abendstunden im Objekt Buche. Ein Areal, das sich wegen der Lage und Beschaffenheit gut anbiete, so Michel, davon gebe es nicht allzu viele im Landkreis. Solch ein „Feldlazarett“ sei in Katastrophensituationen ein wichtiger Anlaufpunkt. Hier werden Verletzte versorgt und bei Bedarf in umliegende Krankenhäuser verteilt. Das ganze Team besteht nur aus freiwilligen, ehrenamtlichen Helfern beim Arbeiter-Samariter-Bund, dem Roten Kreuz, dem Malteser und der Freiwilligen Feuerwehr Bad Düben, die einen Teil der Ausleuchtung des Übungsplatzes übernahm.

50 Helfer vor Ort

Nach der Ankunft begann zügig der Aufbau der Behandlungszelte, in denen Feldbetten mit zugehörigen medizinischen Vorrichtungen und Zubehör aufgestellt wurden. Rund 50 freiwillige Helfer waren beteiligt, bis tief in die Nachtstunden dauerte das Ganze. Am Ende zeigt sich Sven Michel sehr zufrieden: „Es hat alles geklappt, hier und da müssen wir noch an Kleinigkeiten arbeiten und an Ecken und Kanten feilen. Aber dafür sind ja diese Übungen da. Wichtig, es gab keinerlei Zwischenfälle, alles lief wie geplant und die Leute haben eine sehr gute Arbeit geleistet“, so Michel.

 

Von Thomas Jentzsch und Kathrin Kabelitz

Kossa 51.6160586 12.6757054
Kossa
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