Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt auf Deich-Exkursion in Schnaditz
Region Bad Düben Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt auf Deich-Exkursion in Schnaditz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:40 24.05.2017
Heinz Gräfe, Geschäftsführer der LTV (2.v.r.), im Gespräch mit Umweltminister Thomas Schmidt. Quelle: Ilka Fischer
Anzeige
Schnaditz

Ein Bauarbeiter lässt sich auch von einem Minister nicht aufhalten. „Bitte mal Platz machen, die Lkw kommen.“ Mit diesen Worten wurde der sächsische Umweltminister Thomas Schmidt (CDU), der sich am Mittwoch im Bad Dübener Ortsteil Schnaditz ein Bild von dem Bau des Polders Löbnitz machen wollte, zur Seite komplimentiert.

Bis 2020 soll der Ring geschlossen sein

Die Mitarbeiter von Eurovia, die ihre Visitenkarte zuvor schon in Löbnitz hinterlassen haben, wollen hier schließlich bis Ende des Jahres den einen Deichkilometer im Westen samt der zwei benötigten Muldesiele gebaut haben. Bis 2020 soll der insgesamt acht Kilometer lange Ringdeich dann geschlossen und Schnaditz hochwassersicher sein. Allein dieses Projekt kostet rund 14 Millionen Euro, ist aber trotzdem nur ein Teil des Polders Löbnitz, für den zum heutigen Stand 48 Millionen veranschlagt werden.

Polder Löbnitz ist eine der größten Baumaßnahmen der LTV

Heinz Gräfe, Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung (LTV), hob hervor, dass der Polder Löbnitz „eine der größten der insgesamt 750 Baumaßnahmen sei, die seine Behörde seit 2002 für den Freistaat umzusetzen hat“. Zum Polder gehörten auch die bereits fertigen Deiche von Wellaune und Löbnitz. Nach Fertigstellung des noch fehlenden Flügeldeiches Tiefensees sowie des Einlauf- und des Auslaufbauwerks könne der Polder dann ab 2022 im Hochwasserfall 15 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. Er habe zudem gemeinsam mit dem Polder Rösa in Sachsen-Anhalt auch überregionale Bedeutung.

Seelhausener See und ungenutzte Chance

Hier hakte der Löbnitzer Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU) später ein. Aus seiner Sicht werde mit dem Nichtnutzen des Seelhausener Sees an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt eine Chance vertan. „Der See könnte im Hochwasserfall mit relativ wenig Aufwand weitere 30 bis 40 Millionen Kubikmeter Muldewasser gezielt aufnehmen“, so seine Position, die aber bisher vor allem in Sachsen-Anhalt kein Gehör findet.

Doch wie bei seiner Vorrednerin, der Bad Dübener Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG), überwog auch bei ihm das Lob an Freistaat, LTV und Baufirma. Es sei mitunter schwer vermittelbar, wie komplex solche Bauverfahren sind. „Dass wir da bei der Dimension dieses Baus so weit sind, ist beachtlich“, hob Münster hervor, die den Polder als für ihre Stadt existenziell bezeichnete.

Von Ilka Fischer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Donnerstag ist wieder Männertag. Wir geben Tipps, wo Mann, aber auch Frau den Feiertag verbringen kann – von den Klassikern für Herrentagstouren bis zu Veranstaltungen für die ganze Familie.

24.05.2017

Seit zehn Jahren gibt es das Vier-Sterne-Hotel am Heide Spa in Bad Düben – das einzige dieser Kategorie in der Region. Dabei war der Bau anfangs umstritten. Der Beherbergungsbranche in der Kleinstadt ging es nicht besonders gut. Heute gilt das Hotel mit seiner aktuell 85-prozentigen Auslastung als Erfolgsgeschichte.

26.05.2017

Die Band Heimspiel rockte wieder mal die Löwen-Scheune und ließ die Balken wackeln! Die Combo, bestehend aus einem guten Dutzend talentierten Freizeitmusikern, spielte vor vollem Haus großartig auf. Und eine Überraschung gab es auch.

23.05.2017
Anzeige